Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 68)
- Language
- German
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65 Jehuda Gordon zählten, der am 13. Oktober 1732 zur Promotion in Padua sich meldete und in Brzesz in Lithauen praktizierte1). Am 4. Mai 1745 liess sich ״der Jude Wolfl Wiener‘‘ imma> trikulieren. Seinem Namen fehlt sogar die Ortsangabe. Einer der Wiener Exulanten des Jahres 1670 war Abraham ben Benjamin Wolf Briske, der nach Brzesz in Lithauen sich wandte. 1791 war ein Wolf Wiener in Glogau Subskribent auf die Psalmenausgabe Berlin 1791 und 1797, ein gleichnamiger in Prag auf חותם תכנית, Wien 1797 2). Bereits fünfzehn Tage später, am 19. Mai 1745, folgte Joseph Liebmann aus Berlin, ״ein Jude, Studierender der Medizin, der ob seiner Armut nichts“ an Einschreibegebühr bezahlte. Möglicherweise ist er derselbe Josef Liebmann, der auch als ß. Josef ben Levi nebst seiner Frau Jettei im handschriftlichen Namensregister der Berliner jüdischen Gemeinde aus den Jahren 1754/1813 genannt wird3). Am 9. Juli 1745 wurde Jacob David Cantor aus Frankfurt an der Oder immatrikuliert, ״ein Jade, der ob seiner Armut nichts“ an Inskriptionsgebühr bezahlte. Ein Arzt J. D. [Jacob David?] Davidsohn wird 1827 mit einer Schrift ״De allantoloxico“, Berlin 1827, genannt. Der Familienname Cantor findet sich im siebzehnten Jahrhundert bei Juden in Dessau, Hamburg, Halberstadt, (Jakob Cantor 1668), Hildesheim, Prag (David Philipp Cantor 1678) und Sondershausen. Ob David Jacob, ein jüdischer Leipziger Messgast (1668, 1694) aus Frankfurt an der Oder oder Jacob Cantor, 1729 Ältester in Copenhagen, mit dem Studenten in Beziehungen ג) Univ־.־Matr. II 355, Maggid-Steinsehneider, לעיר ווילבא Wilna 1900, S. 192 ff., Zeitschr. f. hebr. Bibliogr. XVII 128, XIX 34, XX 45, Jew. Enc. VI 46ff., VIII 420. Nach Fünn, לקריה נאמנה Wilna 1860, S. 105 war אך,ק דאקטאר גארדאן noch 1817 am Leben; vgl. das. S. 182 und Benjakob ר Nr. 205. Ob Joseph Liethauer, ein praktischer Arzt in Lobsens, der am 8. Sept. 1834 naturalisiert worden ist, mit Joseph Zydowiez aus Lithauen in Verbindung zu bringen ist, entzieht sich meiner Kenntnis (Verzeichn, samt! natural, Isr. S. 116). 2) Univ.-Matr. II 365, meine ״deutsch. Einw. im poln. Ghetti“ S. 104 (Jahrb. d. jüd.-lit. Ges. V 138). s) Univ.-Matr. II 363, Mitteil, des Gesamtarchivs der deutschen Juden vom 21. Febr. 1916. Moses Josef Liebmann R. Mosche b. R. Josef Levi und dessen Frau Riwka (das.) sind vielleicht seine Kinder. Jahrbuch der Jüdisch-Literarisehen Gesellschaft XV. 9