Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 67)
- Language
- German
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64 verkehrte, uod von ihm gilt das Wort der Hausfrau: ״Der Mann ist sehr gut, nur ein wenig zu langweilig.“ Auch mit dem Schwager des Philosophen, dem Arzte Leon Elias Hirschei verband ihn engere Freundschaft. Er trat gegen Quacksalber und Händler mit Kameoth auf sowie dagegen, dass in allen Fällen unterschiedslos die frühe Beerdigung beibehalten werde. Diese wollte er nur dann aufrechterhalten wissen, wenn der Tod nach ärztlichem Urteil unzweifelhaft eingetreten sei. Böhm schrieb hebräisch, wird in seiner Grabschrift ״ein gelehrter Arzt“ genannt und ״war an der Wunderkraft echter Kameoth nicht zweifelhaft“. Er starb am 5. Tischri 1792 in Berlin, seine Frau Perl, die Tochter des reichen R. Leiser Kunitz aus Frankfurt an der Oder, am 24. Elul 1784 daselbst1). Am 8. Oktober 1739 wurde Meyer Abraham aus Brzesz in Lithauen aufgenommen, der sechs Groschen Einschreibegebühr entrichtete2 *). Am 3. Oktober 1741 wurde Joseph Zydowiez aus Lithauen inskribiert, von dem nicht gesagt wird, ob er ein Jude war, und am 21. Dezember 1743 Joseph Gordon aus Lithauen. Ort, Zeit und Familienname bestätigen die Annahme, dass er der Familie Gordon in Wilna angehörte, zu der Dr. Aron Gordon, Leibarzt des polnischen Königs Johann Sobieski, der in Padua studierte und 1717 starb, Dr. Löb Gordon, der um 1725 lebte, und Jekutiel ben *) Univ.-Matr. II 349, Jahrb. d. jüd.-lit. Ges. VIII 67. Jahrbuch f. jüd. Gesch. u. Lit. I, Berlin 1898, S. 213, Auerbach, Gesch. d. isr. Gern. Halberstadt, Halberstadt 1866, S. 111 ff., Monatsschrift 1906 8. 433, Adress-Calender der Kgl. Preuss. Haupt- und Residenzstadt Berlin, wo für das Jahr 1801 Böhme senior nicht mehr geführt wird, Mitteil. d. H. Dr. M. Stern-Berlin über den Todestag, der von Landshuth (Handschriftenabteilung der Bibliothek d. jüd. Gern. Berlin Cod. A 47, Grabschrift Nr. 586) irrig mit 1772 angegeben wurde. Die Grabschrift seiner Frau (das. Nr. 587) lautet: הקצין £"D פעריל מה״ו ליזוק קוניטץ ז״ל מפפר״א אשת הרופא התורני מהו4 משה בעהם נפטרת כ״ך ונקברת כ״ו אלול תקמד. Die «Totenliste der [Berliner] Gemeindestube“ hat כ״ץ אלול# Dr. Benediktas Böhme, der seit 1786 geführt wird, ist möglicherweise sein Sohn. 2) Univ.-Matr. II 351. Bei Feinstein, יעיר תהלה Gesch. d. Juden in Brzesz in Lithauen, Warschau 1885, habe ich über ihn nichts gefunden. Der in Granwaids Mitteilungen XII 24 Anm. 1 und das. S. 64 erwähnte Hamburger Arzt Meyer Abraham (Abramson) ist jünger. Vgl. Zeitschr. f. hebr. Bibliogr. XVII 69.