Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 69)
- Language
- German
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66 stehen, vermag ich nicht zu sagen. Jakob ben Issachar Cantor war 1718 Drucker in Zolkiew 1). Am 12. Mai 1746 wurde ,,der Jude“ Salomon Behr aus Fürth bei Nürnberg inskribiert. Anscheinend war er der Sohn des Fürther Arztes ß. Bär, der dort kurz nach 1760 nach langer Tätigkeit starb. Auch Salomo war in Fürth bis zum Jahre 1760 Arzt und stand wie Bär auch im Dienste der Gemeinde2 *). Am 17. November 1746 wurde ״Mendel Aaron Colhori aus Krakau, ein Pole, ein Jude“ inskribiert. Er entstammte einer seit beinahe zwei Jahrhunderten berühmten Ärztedynastie. Sein Vater Aron war ein gefeierter Krakauer Arzt und Gemeindevorsteher, R. Aron Doktor genannt, der auch in Krakau seine letzte Ruhe- Stätte gefunden hat. Mendel erbte den Beruf und das Ehrenamt seines Vaters, war reich und wohltätig, wurde Rabbi Mendel Doktor genannt und starb am 24. Elul 1779. Das Synagogenbuch der alten Krakauer Synagoge rühmt seine Liebe und Wohltätigkeit gegenüber den Armen, denen er Heilmittel auf eigene Kosten reichte, sein Grabstein feiert seine Redlichkeit, Bescheidenheit und den trefflichen Namen, dessen er sich erfreute8). Am 18. November 1746 wurde Philipp Mendel aus Frankfurt an der Oder, ״ein Jude“ inskribiert. 1747 Unterzeichnete Mendel Philipp, wohl sein Vater, ein Schreiben der Frankfurter Jadenschaft. Der Sohn scheint aber nicht ausübender Arzt geworden zu sein, denn sein Name figuriert 1778 unter den Berliner ״vereydeten Juden-Mäcklern“. Vielleicht sein Bruder ist der unten erwähnte am 16. Juli 1760 immatrikulierte Aaron Mendel Philipp4). ג) Univ.-Matr. II 363, Zeitschr. f. hebr. Bibliogr. XVII 94, Monatsschrift 1901 S. 475, 479, 481, 484, 487, 501, 507, Jew. Enc. XII 313, Rahmers jüd. Literaturbl. VII 44. 2} Üniv.-Matr. II 365, Jahrbuch d. jüd.-lit. Gesellsch. VIII 67. 8) Univ.-Matr. XI 365, Dembitzer, כלילת יופי L Krakau 1888, Einleit. S. 24 Anm., Friedberg, לליחות זכרןן Frankf. a. M. 1904, S. 69, 76f., wo eine Richtigstellung des irrigen Datums 1771, Balaban, Dzieje zydow w Krakowie, Krakau 1913, S. 146, Ders., jiid. Ärzte u. Apotheker aus Italien u. Spanien, Ozernowitz 1912, S. 7 ff., Monatsschrift 1917 S. 64, 175. Das Todesjahr 1771 bei Dembitzer und Balaban wird von letzterem (Monatsschrift 1917 S. 175) selber schliesslich auf 1779 festgesetzt. Sein Frankfurter Studium ist ihnen unbekannt. Vgl. noch Jüd. Ärzte in Grosspolen“ S. 15, ZfhB XVII 160. 4) Univ.-Matr. II 366, Mitteil, des Gesamtarchivs der deutsch. Juden