Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 66)
- Language
- German
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63 Am 22. Juli 1721 wurde Moses Salomon Gumperts ans Metz inskribiert, von dem nicht gesagt wird, ob er ein Jude war. Er gehörte anscheinend der Familie Gomperz an, die ihren Biographen gefunden hat, ohne dass es gelungen ist, ihn in deren Glieder einzureihen1). Am 13. März 1724 wurde Moses Abraham Peretz ans Amsterdam, der aber nicht als Jude gekennzeichnet wird, immatrikuliert. Ein Arzt in Hannover Moses ben Abraham approbierte bereits 1722 ein Sefer Refuoth2). ■ * Am 25. Januar 1729 wurde David Baehr ans Posen inskribiert, ohne dass gesagt wird, dass er ein Jude sei3). Am 5. Juni 1738 wurde Moses Böhm aus Prag immatrikuliert, der keine Inskriptionsgebühr zu entrichten brauchte. Die Angabe der Konfession fehlt. Ausführliche Mitteilungen über ihn und zwei Anekdoten bringt Auerbach in seiner Geschichte der israelitischen Gemeinde in Halberstadt, nach welcher Dr. Moses Böhm 1749 dort mit einem Gehalte von 175 Talern als Armenarzt angestellt wurde. Christliche Patienten durfte er in der ersten Zeit nicht behandeln. 1747 bezog er die Besoldung nicht mehr. 1760 bewarb er sich vergeblich um die Gemeindearzt-Stelle in Fürth, wobei Halberstadt als Ort seiner Herkunft bezeichnet wird. Später, anscheinend bereits in den sechziger Jahren des achtzehnten Jahrhunderts war er in Berlin ein geschickter und gesuchter Arzt. Hier wird er als Dr. Moses Böhme von 1774 bis 1800 [?] als ״approbierter Medicus jüdischer Nation“ genannt. Allem Anscheine nach ist er ״der Herr Doktor aus Halberstadt“, der im Mendelssohnschen Hause 1) Univ.-Matr. II 308, Kaufmann-Freudenthal, Familie Gomperz S. 286 Anm. 1. Ist es ausgeschlossen, dass er der in jenem Buche (vgl. Register 8. v. Ärzte) genannte im Jahre 1742 in Prag als Arzt verstorbene Moses Gomperz ist, der ein Sohn Salmans war, Arztes in Soest, Metz und Prag? ln der Zeitschr. f. hebr. Bibliogr. XVIII 27 wird freilich der Prager Arzt Mose (b.) Salomo Gumpel bereits im Jahre 1716 genannt; vgl. das. S. 39 Br. Salomo (S. 27 irrig Dr. Samuel) und S. 40 Salomo, Sohn des Bendit Einrieh (172049). 2) Univ.-Matr. II 315, Gronemann, Genealogische Studien, deutscher Teil, Berlin 1913, S. 130. Herr Sigmund Seeligmann-Amsterdam teilt mir mit, dass am 22. Mai 1742 Isacus Salomonis Peres ans Amster lam, 22 Jahre alt, bei der medizinischen Fakultät von Leyden laut Alb. stud. ac. Lugd. Bafcav., Haag 1874, col. 990 inskribiert wurde. 8) Univ.-Matr. II 324.