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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 64

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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61 in lateinischer Sprache zu bringen. Unter Protektion Friedrichs wurde er Professor des Rabbinisch-hebräischen an der Frankfurter Universität, blieb es aber nur kurze Zeit und hielt sich sodann in Berlin, Hannover und Halle auf. Äu letztgenanntem Orte 8011 er an der Korrektur des dort 1711 gedruckten Perusch ha-Massora mitgearbeitet haben. 1712 soll er in Hamburg zur lutherischen Kirche übergetreten sein. Nach Jöehers Gelehrtenlexikon und Yung wurde er im Kopenhagener Zuchthause gefangen gesetzt, weil er das Judentum wieder offen bekannte, und starb dort wenige Jahre später oder ״ist seitdem verschollen“. Anscheinend lebte er noch 1717, denn in diesem Jahre ״erschien hier [in Königsberg i. Pr.] die Bettelschrift: מלאך הברית״, das ist: die göttliche Persönlichkeit und Menschwerdung des Engels des Bundes u. s. w. von Aarone Margalitha“; damals bekannte er sich zum Christentume. Einige seiner Schriften sind gedruckt worden. Eine lateinische Über- Setzung des Juchasin blieb handschriftlich, ebenso die lateinische Übersetzung der hebräischen Grammatik des Jehuda Löb Neumark, die ihm in Holland gestohlen worden sein soll. 1706 gab er die kabbalistischen kleinen Bücher Bahir und Majan ha-Chochmah in Berlin heraus1). Vielleicht haben die Wirren des nordischen Krieges und der Pestseuche es verursacht, dass erst wieder am 12. August 1716 eine Immatrikulation erfolgte, und zwar die des ״Salomon Isaak Fortis aus Rzeszow in Reussen, eines Juden“. Der Vater des Studenten Abraham Isaak, mit dem Beinamen ״Chasak* war ein reicher Arzt in Rzeszow und einer der bedeutendsten politischen Persönlichkeiten der polnischen Judenschaft. Er bekleidete das 4) Univ.־Matr. II 266, Jew. Enc. VIII 326, Jöcher, Gelehrten-Lexieon III, Leipzig 1751, S. 162 nach Branns Jahr-Buch zur Belehr, und Unterhalt. Jabrg. 42, Breslau 1894, S. 30, Yung, Alfabet. Liste aller gelehrt. Juden, Leipzig 1817, S. 257, Freudenthal, Aus d. Heim. Mendelssohns S. 295, Steinsehneider, Zeitsehr. f. d. Gesch. d. Jud. in Deutschi. I 378, 382, König, Annalen S. 166 ff., Jolowiez, Gesch. d. Jud. in Königsberg i. Pr., Posen 1867, S. 338 Anm. 1, Fürst, bibl. jud. III 545. Z׳!m Namen Margalitha vgl. טור אה״ע» Berlin 1702, Ende, דרכי 40§ משה ענין כתיבת השמות» wo gesagt wH: מרגלית וא״צ לכתוב המכונה מרגליטא דהוי קיצור לשו!• Einige Mitglieder der Familie Margoliotb inZolkiew s. Jew. Enc. a. a. 0. S. 327. Nach Fürst, bibl. jud. 11 330, ist die Schrift über die ״göttliche Persönlichkeit1716 ״ in Lüneburg und 1717 in Schwerin erschienen. Das. wird noch ein christologisches Werk M/s erwähnt.

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