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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 249

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 249)
Language
German
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Die fünfte und sechste Mischna in Edujoth. Von Rabbiner Dr. Bondi in Mainz. ״Und warum erwähnt man die Worte des einzelnen neben denen der Mehrheit, da die Halacha sich nur nach der Mehrheit richtet? Damit ein Gerichtshof der die Worte, des einzelnen einleuchtend findet, sich auf ihn stützen könne. Denn ein Gerichtshof kann die Worte eines anderen nur aufheben, wenn er grösser als er ist an Weisheit und Zahl“. Man vergleiche den hebräischen Text. Bei der Übersetzung schon fällt die alte, bisher nicht völlig befriedigend gelöste Schwierigkeit ins Auge: wieso liegt die Begründung, dass ein späterer Gerichtshof sich an! die Einzelstimme stützen kann, in der Norm, dass nur ein an Zahl und Weisheit überragender späterer Gerichtshof die Entscheidung oder Anordnung des älteren aufheben kann? Noch auffallender ist der Anfang von Mischna 6. ״R. Juda sagte: verhielte es sich 80, warum erwähnt man die Ein/elansieht neben der Mehrheit umsonst? (למה מזבירין דברי היחיד בין p dm המרובים לבטלה) Worauf zielt R. Juda? Die vorausgehende Mischna erklärt uns ja schon die Erwähnung der Einzelansicht befriedigend? Unsere erste Frage, welche Begründung gibt in Mischna 5. der zweite Satz für den ersten, seheint dem Verfasser des Kommentars תפארת ישראל so schwer lösbar, dass er analog der bekannten Stelle am Anfang von Beza, den zweiten Satz שאין בית דין יבול לבטל gar nicht als Begründung des vorangehenden nehmen will, und das ש׳ von שאין nicht als Begründungspartikel, sondern als Copula und Einführung eines neuen Lehrsatzes ansieht. Der bei dieser Gelegenheit vom Autor erwähnte geistvolle Erklärungs- ▼ersuch seines. Sohnes, die Anführung der Einzelstimme, sei darum Jahrbuoh der J. L. Q. XIII. 1

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