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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 241

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 241)
Language
German
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23$ Venedig. Dort gehörten sie zu den zahlreichen Schülern des herühmten Salomon Conegliano, der Tobia seiner besonderen Freundsehaft würdigte, wahrscheinlich auch seinen Freund. Am 23. Juli 1683 meldete Tobia sich zur Promotion in Padua, nach einem anderen Berichte bestand er dort die Doktorprüfung am 25. Juni 1683. ln Oonstantinopel Hess er sich nieder. Seine ärztliche Kunst wurde von den höchsten Kreisen gesucht, nach Kaufmann auch vom Sultan Ahmet, nach Michael vom Sultan Mahomed, nach einem anderen Bericht sogar von fünf Sultanen; Zunz will aber den Leibarzt überhaupt nicht gelten lassen. 1696 war er in Adrianopel und behandelte dort 1699 den Tartarencban 1). Die Disputationen aus der .Frankfurter Studienzeit konnte er als gehässige nicht verwinden, und um zu zeigen, dass jüdische Wissenschaft gegenüber der christlichen nicht minderwertig sei, verfasste er, zum Teil 1701 in Adrianopel, sein encyklopädisehes Werk מעשה טוביה, das über Universum, Völkerkunde, Medizin, Pharmakologie u. a. handelt und viele Auszüge aus den Schriften seines Vaters bringt. Im Vorwort zum medizinischen Teil betont er, dass dem medizinischen Studium dasjenige der schriftlichen und mündlichen Lehre und ״anderer Wissenschaften“ vorausgehen müsse. Handschriftlich hinterliess er den Anfang einer Abbandlung über Salomo Algasis Terminologie der agadischen talmudischen Kunstausdrücke זהב שיבה (Konstantinopel 1683), auch veröffentlichte er 1703, nach anderen 1711, die Predigten seines Vaters. Im Alter von 62 Jahren folgte er seiner Sehnsucht nach dem heiligen Lande und starb 1729 in Jerusalem. Gabriel promovierte in Padua am 9. Juli 1683 und wird hierbei Gabriel Felix genannt. Letzteres hält Kaufmann für idem• tisch mit Selig. Die Ansicht Kaufmanns, Gabriel stamme aus Brody in Galizien, ist irrig. Die Frankfurter Matrikel gibt als seine Heimat ״Broda Minoris Poloniae“ an, das ist Brody, südlich von Radom. Dem konform bezeichnet er als seine Heimat ,בהאד דפאלביי, das ist nicht das bekannte Brody in Reussen oder Ostgalizien, l) Revue XXTII 134, Zeitsebr. f. hebr. Bibliogr. 1016 S. 36, Dr. Isr. Konegliano S. 32 Anm. 3, 42, 73 XClll, Revue XVIH 295, Michael, ör ba- Chajim a. a. Ö., Jew. Enc. IV 162, Zunz, ges. Scbr. I 193 Anm. 2.

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