Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 238)
- Language
- German
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280 uns daher auf die notwendigsten Daten. Am 1. Februar 1653 als Sohn des Metzer Rabbiners geboren kam er 1659 nach dem Tode seines Vaters mit der Mutter nach Worms, sodann nach Polen, der Heimat seines Vaters, wo er in Kezeenimiec und Przemys'l Brüder batte. Nach Angaben Kaufmanns *) hat er in Krakau, wo seines Vaters Brüder und Schwestern, die Kinder seines Gross vatera, des Arztes Eleasar, wohnten, au! den dortigen Talmudschulen seinen unzertrennlichen Freund Gabriel ben Mose kennen gelernt. Vom Grossvater habe Tobia die Neigung zum ärztlichen Berufe geerbt. Gemeinsam mit diesem Studienfreunde Gabriel Felix befleissigte er sich in Danzig bei dem Arzte Chajim des Studiums der Arznei- Wissenschaft. In dem hier zum Abdruck kommenden handschriftlichen Material*) spiegelt sich der volle Erfolg der Bemühungen der beiden Aeskuiapjünger um Aufnahme an der Frankfurter Universität, deren engherziger Widerspruch an dem Edelsinne des grossem . Kurfürsten scheiterte. In einem undatierten lateinischen und hebräiscben überschwänglichen Lobgedicht bat Tobia, ohne seinen Freund zu nennen, um diese Gnade und erbot sich, den Studenten hebräischen Unterricht zu erteilen. Die Antwort lautete: ״Kgl. Geh. Staatsarchiv Fach 51/98 (Concept) 29. April 1678 Die beyde Juden Gabriel und Tobias Moschowitz aus Polen sollen von der Univ. zu Frankf. gut aufgenommen und ihnen von Haidkampf 20 Tal. gezalt werden Anm. 1, Monatsschr. 1905 S. 597, Hirsch, biogr. Lexikon hervorr. Aerzte III, Wien u. Leipz. 1886, S. 526, Fürst, bibl. judaica III 29, mit einander widerT sprechenden Orts- und Zeitangaben. Zu Gabriel Felix ben Mose s. noch Zeitsehr. f.hebr. Bibliogr. XVII 126. ף Revue des etudes juives XIX 295. 2) Ich verdanke es der Güte des Herrn Hof rat Prof. Dr. Ehrenberg־ Rostock. Das Lobgedicht Tobias ist in den Anhang I verwiesen worden, damit es nicht den textlichen Zusammenbang störe. Die mir zugekommene Abschrift war nicht fehlerlos.