Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 237)
- Language
- German
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229 juristischen Fakultät, der getauft oder dessen Vater bereits getauft war, 1790 einer bei der mathematischen Fakultät, 1797 einer bei der jiaistischen Fakultät, der möglicherweise getauft war, 1802 einer hei der juristischen und 1807 einer bei der philologischen [sic] Fakultät. Bei manchem der nun folgenden Studiosi ist die Identifizirung nicht gelungen. Schwerlich ist aus jedem ein Arzt geworden, ln einem Falle wird ausdrücklich vermerkt, dass die Immatrikulation lediglich dazu erwirkt wurde, um ungestörter Druckertätigkeit sich widmen zu können. 1749 wird die Anzahl der »Buchdrucker bey der ,Universität" auf zwanzig angegeben. Auch darum ist die Feststellung erschwert, weil die Juden des siebzehnten und acht• zehnten Jahrhunderts noch keine festen Familiennamen trugen. Das geschah erst, als das achtzehnte Jahrhundert seiner Neige entgegenging, und zu Anfang des neunzehnten. Eine fernere Schwierigkeit für die Identifizierung ist es, dass ״die Friedländersehe Ausgabe der Matrikel . . . mancherlei Lesefehler zeigt*, die vermutlich hei den jüdischen Namen in verstärktem Masse auftreten 1). Der Gerichtsbarkeit der Universität unterstanden im Jahre 1800 die jüdischen Arbeiter an der Buchdruckerei des Professors Elsner, die hebräisches und jüdisches druckte2). Am 17. Juni 1678 wurde Tobias Mozyiensis Gallus inskribirt3), das ist der oben genannte Tobias ben Mose Nerol aus Metz. Dieser berühmte Arzt hat vielfach Biographen gefunden4), wir beschränken ג) Freudenthal, Aus der Heimat Mendelssohns S. 176, 178 ff., Granwald, Mitteil. 1917 S. 24, 1918 S. 49, Branns Jahrbuch a. a. 0. 1898 S. 64 Anm. 2, Mitteil, des Gesamtarchivs II 58, 151, Monatsschrift 1906 S. 101, Akten u. Urk .... Univ. Frkft. a. 0., Breslau 1907, Heft 1 S. 4. 2) Hausen, Gesch. d. Univ. u. Stadt Frankf. a. 0. S. 133. 3) (Jniv.-Matr. II 159. 4) Die Literatur über ihn ist zusammengetragen hei Freimann a. a. 0. S. 117 Anm. 1, wozu noch Michael, Orha-Chajim, Frankf. a M. 1891, S. 426 L, wo er den Beinamen ״Manuscriba“ in Ableitung vom Schriftgelehrten Esra trägt (ebenso bei Nepi-Gerondi, תולדות גדולי ישראל» Triest 1853, S. 118), und Jew. Enc. IV 161 f. (mit seinem Bildnisse) kommen. Vgl. Kahan, ענף עץ אבות» Krakau 1903, Anh. S. III (dessen Angaben der Nachprüfung bedürfen), r Kaufmann, Dr. Israel Conegliano, Budapest 1895, S. 30 ff., מפעלות אלקים» Lemberg 1810, S. 49 b, Eisenstadt-Wiener, דעת קדושים, Petersh. 1897/8, S. 222, ישמירת הבריאות Warschau 1881, S. 4, und neuerdings Braun in Monatsschrift LIX 198 f. Über die Ausgaben des ־3 מעשה טוביה Brann* a. a. 0. S. 199