Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 233)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3486266-3486289--5756-3492128- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
225 aus dem Namen sein kann, lehrt dei 1663 in Frankfurt immatrikulirte Joel Bloch aus Meseritz. Auch hier sagt die Matrikel nicht, dass der Träger dieses Namens ein Jude sei. Bloch kann ebenso gut ein Christ gewesen sein. Der Name ist genügend bei Trägern christlichen Bekenntnisses bezeugt י(נ und in Meseritz selbst wird 1583/4 und 1586 zum Überfluss ein Bürgermeister und Ratmann namens Peter Welach namhaft gemacht, ein Familienname, der mit Bloch identisch ist* 2). Lübeck und Moisling S. 4; vgl. Kober, Stud. 2. mittelalt. Geseh. d. Juden in Köln a. Rh. I 14 Anm., Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutsch. Juden IV 20, Monatsschr, 1905 S.. 748, 1906 S. 103, 1911 S. 452, 510. J) Vgl. z. B. Zeitschrift der hist. Geseliseh. 1 d. Pr. Posen VIII 201, wo für 1772 ein christlicher Bürger namens Bloch in Labischin im Netzedistrikt verzeichnet wird, Monatsschrift I L 577, wo Wallich und Walch, das mit Bloch identisch ist, in christlichen Kreisen nachgewiesen wird, das. S. 58, Kohttt, Berühmte 1‘8r. Männer und Frauen II 432. Der beste Kenner der Geschichte der Stadt Meseritz, der genannte* H. Dr. W’otscbke-Eutzsch, schreibt mir: ״Dazu ist vielleicht (bei Joel Bloch) Blach zu lesen. Soweit ich mich entsinne, war das der Name eines Pastors in Schermeisel hinter Meseritz.“ 2) Sarg, Materialien zu e. Geseh. der Stadt Meseritz I, Tremessen 1875, S. 10, 20 Anm. 52. Ob Johann Gottlob Welack (das. S. 65, Zeitscbr. f. Geseh. u. Landesk. der Pr. Posen I, Posen 1882, S. 179) in Meseritz auch zn dieser Namensgruppe gehört, ist mir unbekannt. Genau so wie bei Juden, ,זזאלך וואלאך ,ויואל und Wloeh genannt werden (Monatsschrift 1901 S. 92ff., 1905 S. 63, Horovitz, Die Inschriften des alt. Friedhofs der isr. Gern, zu Frkft. a. M., Frkft. a. M. 1901, S. 555, Mathias Bersohn, Dyplomataryusz, Warschau 1910 (1911), S. 81) finden sich bei Nichtjuden 1774 Waal, 1626—1831 Wallich, 1531 Walach und 1774 Wloeh (Zeitsehr. d. hist. Ges. f. d. Pr. Pos. VIII 131, 195 f., V 82, Monatsschr. 1905 S. 577). In meinen ״jüdischen Aerzten in Orosspolen“ a. a. 0. S. 16 (Jahrb. d. jüd.־lit. Ges. IX 380) glaubte ich selbst - allerdings unter leisem Zweifel — dass die Frankfurter Studenten Elias Feige und Joel Biloch aus Meseritz Juden seien; ersterer ist aber ganz unzweifelhaft Christ, s. Sarg a. a. 0. S. 64, Zeitschr. f. Geseh. u. Landesk. d. Pr. Pos. I 179. Hier sei auch der Ort zu einer weiteren Berichtigung aus meinen ״jüd. Aerzten in Grosspolen״. Das. S. 25 f. und 36 [Jahrbuch d. jüd.-lit. Ges. IX 389 f., 400] glaubte ich, gestützt auf Zunz, die Monatstage des Kalenderjahres S. 58, annehmen zu dürfen, dass der Meseriter Kreisphysikus Dr. Gumpert Jude sei. Er war aber Christ, vgl. Sarg a. a. O. S. 21, 26 f. und ein Verwandter der bekannten Schriftstellerin Thekla von Gumpert (Mitteil. d. H. Pastor lic. Dr. Wotschke, der ihn auch als Verwandten seiner Familie bezeichnet). Jahrlraoh d«r J. L. G. XIII. 15