Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 219)
- Language
- German
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211 6. die Frucht dieser Compilation, der Zusammenfassung der Werke R. Jehudai’s uud R. SimonY seien. Als Erkennungszeichen der aus dem ה׳ פסוקות entlehnten Halachoth gibt R. an, dass sie in aramäischer Sprache gehalten, und gewöhnlich mit dem Wörtchen פסק eingeleitet sind. Demgegenüber zitiert S. D. Luzzato (בית 52 האוצר) mehrere Halachoth aus der Pesakoth-Sammlung, die in hebräischer Sprache gehalten sind, womit die eine Begründung der Rappoport’schen Hypothese hinfällig geworden ist. Auch Halewv (דורות הראשונים. III, 208) entkräftet diese Hypothese, indem er ausführt, dass Zitate aus Mischna und Gemara auch in H. P. die Sprache des Originals bewahren, während die Ausführungen des Verfassers in der Sprache des Geonim, nämlich aramäisch, gehalten sind. In der Zueignung der beiden Halacha-Sammlungen folgt Weiss (דור דור ודורשיו) den Angaben Rappoports, indem auch er die H. G. dem R. Simon aus Kahira und die H. P. R. Jehudai zuscbreibt. Auch darin stimmt er mit ihm überein, dass die H. G., wie sie uns vorliegen, Elemente aus den beiden Sammlungeu enthalten. Dies versteht er aber nicht, wie Rappoport, dahin, dass irgend ein Dritter die beiden Sammlungen zu einem einheitlichen Werk kompiliert hätte, und dass sie vor ihrer Compilierung unabhängig von einander gewesen wären. Er stellt die Sache vielmehr so da, als ob H. P. vollständig auf H. G. aufgebaut seien. Was die zeitliche Priorität, die sich ja ans dem eben Gesagten einfach ergibt, anbelangt, so glaubt Weiss dem *Wortlaut des Sefer Hakabbala .folgen zu dürfen, wonach die Sammlung des R. Jehudai später entstanden ist. Gegen diese Annahme spricht aber schon der Umstand, dass R. Jehudai, wie der Gewährsmann von Weiss, R. Abraham b. Daud angibt, nicht im Besitze seines Augenlichtes gewesen ist, also auch nicht gut das Werk eines anderen exeerpieren konnte. Auch ist es nicht anzunehmen, dass R. Jehudai, der doch als hervorragender Gelehrter und als Autorität bekannt war, in der Anläge einer Halachasammlung auf das Werk eines anderen angewiesen gewesen wäre und einem anderen einen grossen Teil seines Werkes zu verdanken hätte. Besonders aber spricht gegen die x\nnahme von Weiss das schon erwähnte Responsum R. Hafs (תשובות גאונים קדמונים No. 87 ), aas welchem hervorgeht, dass R. Simon %