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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 218

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 218)
Language
German
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210 Datiert doch eine grosse Anzahl ihrer Decisionen aus der Zeit vor seinem Gaonat, aus den Jahren 750 — 60, da er noch der pumbeditbanischen Jeschiba als einfacher Gelehrter angehörte. Sehen wir uns nun die verschiedenen Meinungen über den Autor der H. G. an, die von den einen R. Simon aus Kabiro, von anderen wieder dem eben erwähnten R. Jehudai Gaon zugeschrieben werden. Zu denjenigen, die sie R. Simon zuschreiben, gehören R. Scherira Gaon (S. Responsum No. 176 in זכרון לראשונים edit. Harkawy), R. Hai (in תשובות גאונים קדמונים No. 87', ed. Cassel), ihn Esra, Ittur, R. Serachja, R. Abraham ibn Daud (im Sefer Hakabbala), Nachmanides, Ritba, R. Simon b. Zemach Duran u. A. Am wichtigsten von Allen ist naturgemäss das Zeugnis der beiden Geonim, R. Scherira und R. Hai, die zeitlich den H. G. am nächsten gestanden. R. Jehudai als Autor bezeichnen meist nur Spätere, der Verfasser des Eschkol, Raschi (.סוכה לח: ברכות מב), dessen Enkel Raschbam (.פסחים קט), Or Sorüa, R. Salomo b. Adereth, Semag, R. Mordechai b. Hillel, R. Nissim u. A. Unentschieden, die Autorscbaft einmal R. Simon, dann wieder R. Jehudai^ zuschreibend, verhält sich Tossaphot (:סוכה לח: ,גיטין פח) Kolbo u. A. Die richtige Feststellung wird dadurch erschwert, dass vieles aus den H. P. in den H. G. enthalten ist. Aus diesem Grunde schreiben manche auch die H. G. R. Jehudai zu, von welchem nach dieser Annähme beide Halachasammlungen herrühren würden. Soviel aus den genannten divergierenden Ansichten zu entnehmen ist, lässt sich der Autor der H. G. nicht apodiktisch bestimmen und kann daher von dieser Seite die Frage nicht als abgeschlossen erachtet werden. Es ist daher begreiflich, dass auch bei neueren Historikern dieselbe Verschiedenheit der Meinungen über diesen Punkt besteht. Auch hier begegnen wir den entgegengesetzten Ansichten und auch wieder Versuchen, die Frage durch einen Ausgleich zu erledigen. Rappoport (Kerem Chemed VI, 236) schreibt R. Simon die H. G. und die H. P. R. Jehudai zu. Da nun aber das eine Sammelwerk sehr viele Halachoth enthält, die auch im anderen enthalten sind, so beschränkt sich R. infolge dieses Umstandes nicht auf' die Annahme, dass der Verfasser der einen Sammlung das andere Werk als Vorlage benutzt habe. Er nimmt vielmehr an, dass in einem späteren Zeitpunkt die beiden Werke durch einen Dritten kompiliert worden sind, und dass die uns vorliegenden H. - A

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