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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 207

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 207)
Language
German
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199 Nach Tossafoth, gemäss dem von ihnen gebrachten Beispiel (Ex. 15, 19) כי בא סוס, fällt allerdings das hier gebrachte zweite Kriterium fort. R. gruppiert dieses כי unter דהא (s. w.); T. übersetzen es mit ״ אםals1״), dieses demgemäss auf die Vergangenheit beziehend. Das erste Kriterium kann aber auch in dieser Bedeutung einigermassen gegeben erscheinen. B. 'דלמא. Die Grundbedeutung des דלמא wird uns am besten aus dem Targum klar. Dieser übersetzt nämlich regelmässig das פן der hl. Schrift mit 2דלמא). Daraus ergibt sich, dass es seiner Natur nach Sätze mit solchen Tatsachen einleitet, von denen gewünscht oder angenommen wird, dass sie nicht eintreten. Zwar wird es gemeinhin mit ״vielleicht‘ wiedergegeben; doch entspricht dies keineswegs dem hebräischen אולי, das im Targum durch מאים übersetzt zu werden pflegt. Denn während dies auf etwas hinweist, dem wir hoffend gegenüberstehen, oder dessen Nichteintreffen uns nicht erwünscht ist, ist דלמא stets verneinend. Das Nichteintreffen ist oft geradezu gewollt (פן). Während כי in der Bedeutung des rein konditionalen אם auf etwas zeigt, was möglich ist, in der des historischen אם auf etwas, was bestimmt erwartet wird, deutet es in der Bedeutung דלמא auf etwas, das bestimmt nicht erwartet wird. נ) Tossafoth übersetzen offenbar: ״Als die Rosse Pharaos mit seinen Wagen und Reitern in das Meer kamen, da brachte der Ewige über sie die Wasser des Meeres zurück“. — Sie gruppieren solche בי in der Bedeutung des historischen כי ,als* unter das historische □״א Das mit בי בא סוס gebrachte Beispiel wird in eine Reihe mit denen gebracht, wo das אס —) □י) auf ein absolut gesichertes zukünftiges Ereignis hinweist. Nach T. ist die Annahme selbstverständlich, dass es daher alle Sätze mit gesicherten Ereignissen, auch in der Vergangenheit einleiten können. Diese Erklärung erscheint uns richtiger als diejenige Raschia, welche solche כי mit ךך;א übersetzen will (s. w. unter דהא); dieses דהא aber regiert stets einen von einen) voraus, gehenden Hauptsatz dirigierten Nachsatz. — Es ist beachtenswert, dass auch Gesenius dieses כי cum historicum unter □א gruppiert. Diese »als*- Bedeutung des כי ist durchaus nicht selten, s. z. B. Gen. VF, 1; von den vier talmudischen Übersetzungen bleibt kaum eiue andere zu seiner Erklärung übrig als אם ==) או). 2) Raschi in Deut. XXIX, 17 mit שמא♦

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