Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 194)
- Language
- German
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186 text steht ״ למה יבואו מלכי אשור וברweshalb sollen die Könige Aschara kommen und viel Wasser finden?“ Diese Worte sagen deutlich: ״Die Heere der Aasyrer sind im Anzug. Weshalb sollen wir ihnen die Belagerung erleichtern und die zahlreichen Quellen ihnen zum Gebrauche überlassen?" Diese Begründung passt auf die Situation vor der Belagerung. Raschis Worte: למען לא יבואו ״ מלכי אשור וימצאו מים לשתותdamit, wenn die Könige Aschurs kommen, sie kein Wasser zum Trinken finden sollen״ — sie können «ich nur beziehen auf eine Zeit, wo das assyrische Heer bereits abgezogen war. In ihnen ist die Befürchtung ausgesprochen, dass sie wieder kommen könnten und deshalb wollte der König ihnen auch diese Wasserquelle abschneiden. Man bemerke auch, dass es im Bibelvers heisst: Sie werden מים רבים viel Wasser finden. Dies traf für den Beginn der Belagerung zu. Raschi jedoch schreibt: Sie werden מים לשתות — nicht מים רבים — finden. Dies bezieht sich auf die noch allein übriggebliebene Gichonquelle. Damit beantwortet sich auch die Schwierigkeit, welche רש״ש aufwirft. Denn die Befürchtung, die Raschi dem König in den Mund legt, ist — wie wir gesehen haben — zeitlich nach der ihm gewordenen Verheissung וגנותי על העיר הזאת von ihm geäussert worden, und darin erblickt Raschi einen Mangel an Gottvertrauen. Wir können demnach das Ergebnis unserer Untersuchung in folgender Weise zusammenfassen: die Darstellung in der Chronik, der Wortlaut der Boraitha in Pesachim, die auffallende, im Widersprach dazu stehende Bemerkung in אבות ד״ד נתן, die angeführte Piutstelle und die erklärenden Worte Raschis lassen sich nur so harmonisch vereinigen, wenn wir annehmen, dass der Tadel über das Vorgehen Ohiskijas sich nur auf die Verschüttung der Gichon* quelle bezog. Die Verschüttung der anderen Quellen bei Beginn der Belagerung war jedoch ganz im Sinne der Weisen הסכימה דעתו לדעת המקום sie war ein gottgefälliges Werk. XCV. Baba Kama 54 b (ganz unten) fragt R. Chanina ben Qgil den B. Cbija bar Abba: מפני מה בדברות הראשונות לא נאמר בהם טוב ובדברות האחרונות נאמר בהם טוב. אמר לו עד שאתה שואלני למה נאמר בהם טוב שאלני אם נאמר בהן טוב אם לאו שאיני יודע אם נאמר בהן טוב אם לאו .. .