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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 191

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 191)
Language
German
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IRI
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18S Verteidigung Jerusalems in keinem Zusammenhang steht. 2. Chr. 32, 2 f. heisst es nämlich: ״Chiskija sah, dass Sanherib belangekommen war, um gegen Jerusalem zu kämpfen. Da beriet er sieh mit seinen Grossen und Kriegshelden, um die Quellen, welche ausserhalb der Stadt waren, zu verstopfen. Und sie unterstützen ihn. Es versammelte sich viel Volk und sie verschütteten alle Quellen und den Bach, der im Lande floss, indem sie sagten: Weshalb sollen die Könige Ascbnrs kommen und viel Wasser finden.׳* Es folgen dann die weiteren Verteidigungsmassnahmen, welche getroffen wurde, z. B. die Verstärkung der Mauer und die Anfertigung von Waffen. Bei der streng religiösen Richtung, welche die Regierung Chiskijas auszeichnete, muss man voraussetzen, dass unter seinen Beratern, die שריו וגבוריו genannt werden, die Weisen Israels nicht gefehlt haben, zumal keinerlei Widerspruch von irgend einer Seite im Texte angedeutet ist. Die Verschüttung der Quellen war sehr wesentlich für die Verteidigung; denn wir wissen aus der Geschichte, dass bei allen Belagerungen Jerusalems die Belagerer mehr unter Wassermangel zu leiden hatten als die Belagerten. Dagegen findet sich am Ende dieses Kapitels (V. 80), wo die Taten Chiskijas und die Fülle der von ihm aufgehäuften Schätze erwähnt werden, folgende Bemerkung: m יחקיהו 0תם tnm מוצא מימי גיחון העליון *Er, Chiskija, verschüttete den Ausfluss des oberen Gichon.* Hier wird zum ersten Mal der Gichon erwähnt, dessen Wasser durch ein zu diesem Zwecke von ihm gegrabenen Tunnel, welcher heute noch besteht, westwärts in die Stadt hineingeleitet wurde. Aus diesem Vers ist deutlich zu entnehmen, dass Chiskija hier eigenmächtig gehandelt hat; denn es heisst mit Nachdruck mm יחזקיה *er*, Chiskija*, während oben die Beratung mit seinen Grossen besonders hervorgehoben wird. Noch deutlicher tritt das Untheokratische seiner Handlung, die von den Weisen Israels nicht gebilligt wurde, hervor, wenn wir den folgenden Vers (31) betrachten. Da heisst es: ובן במליצי ״ שדי בבל ... עובו האלקים . . .Ebenso Verliese ihn Gott bei der Gesandtschaft der Fürsten Babels . .־.* Das Wörtchen ובן hat hier scheinbar keine Berechtigung und die Erklärer helfen rieh damit, dass sie es adversativ als אבן auffassen. Aber nach unserer Erklärung schliesst es sich sehr gut dem Vorhergehenden an und

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