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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 190

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 190)
Language
German
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182 Als Rab Dime nun nach Nehardea kam, liess er sich von den dortigen Autoritäten überzeugen, dass er den Ausspruch des R. Joehanan in unvollkommener Weise überliefert habe, dass nämlich ציץ nicht als אריג, sondern als תכשיט zu bezeichnen sei. Er hat daher den Einwand des Abbaji als berechtigt anerkannt und seine eigenen Worte richtiggestellt. . Wir sehen hiermit, dass die in der Boraitha in Chulin niedergelegte Anschauung, der ציץ sei mit einer כיפה verbunden gewesen, in unserer Gemara abgelehnt wird. Damit erklärt sich auch, dass R&mbam in 10 ה' כלי המקדש (An!.) diese כיפה nicht erwähnt, was Kesse! Mischne zur Stelle auffallend findet. Diese Erklärung habe ich vor Jahrzehnten meinem Rabbi זצ״ל, dem Verfasser der שרת שבט סופר, mitgeteilt, der sie sehr beifällig aufhahm. Ich halte mich für berechtigt, sie hier wiederzugeben, obwohl ich eine dahingehende Andeutung nachträglich im Malbim fand, der meines Wissens damals noch nicht gedruckt war. XCIV. In Pesachim 56 a berichtet eine Boraitha: *Drei Dinge tat Chiskija, welche nicht die Zustimmung der Weisen Israels fanden. Er entfernte das Gold von den Türen des היכל und schickte es dem König von Ascbur, verschüttete die Quelle des oberen Giehon und schaltete einen *wp-Monat ein, nachdem der ניסן bereits begönnen hatte.״ Weshalb die Weisen dem Chiskija bei dem zweiten Unternehmen סתס מי גיחון העליון ihre Zustimmung versagten, dafür fehlt in der Gemara jede Erklärung. Raschi z. St. bemerkt: שהיה לו לבטוח בהקב״ה שאמר וגנותי על העיר הזאת. Wer diesen Vers einsieht, wird finden, dass diese Verheissung erst in einem späteren Zeitpunkt gegeben wurde, nämlich erst nachdem Jerusalem bereits in Vertefdigungszustand gesetzt war. (Vgl. auch רש״ש) Es ist doch auch sehr auffallend, dass eine Verteidigungsmassnahme zum Schutze der vom Feinde bedrohten Stadt ihm als Mangel an Gottvertrauen ausgelegt wurde. Vielleicht ist es gestattet, auf Grund der gesohichtlichen Darstellung in der Chronik einer anderen Auffassung Raum zu geben. Liest man unbefangen den dortigen Text, so gewinnt man den Eindruck, dass die Verschüttung der Giehon quelle mit der

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