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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 189

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 189)
Language
German
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181 des Hohepriester, ציץ genannt, welches zu seinen מריס zählt and deshalb wie jedes andere מד die טומאה annimmt. Abbaji erwiderte darauf: Ist denn dieses ציץ ein Gewebe? Wir haben doch gelernt: das ציץ war ein goldenes Blech, zwei Finger breit, reichte von einem Ohr zum anderen und die Worte *קדש לה waren daraaf eingegraben? Damit schliesst die Diskussion. Dann heisst es weiter: Als Rab Dime nach Nehardea kam, liess er ihnen sagen: die Worte, welche ich vor euch gesprochen habe, waren ein Irrtum in meiner Hand — טעות הן בידי —, sie müssen vielmehr so lauten im Namen von R. Jochanan: Woher wissen wir, dass auch der kleinste Schmuckgegenstand טטא werden kann? Aus ציץ. Woher wissen wir, dass auch das kleinste Gewebe טמא werden kann? Aus או מד. Hier ist folgende Frage nicht zu umgehen: מעיקרא טאי קסבר Wie hat Rab Dime denn ursprünglich gelernt? Musste er erst in Nehardea sein, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass das ציץ kein Gewebe ist? Ferner: Weshalb zitiert Abbaji zur Widerlegung eine Boraitha, wo doch schon aus der Thora deutlich hervorgeht, dass ציץ ein Goldblech gewesen ist? Ich glaube, wir haben hier einen Fall vor uns, von dem die Worte gelten:דברי תורה עניים במקומן ועשירים במקזם אחד. In Chuliin 138a wird folgende Boraitha gebracht: ביטה של צמר הימה מוגהת בראש כה״ג ועליה ציץ נתון לקיים מד. שנאמר ושמת אותו על פתיל תכלת. *Ein kleines Band oder' Käppchen lag auf dem Haupte des כ״נ. Auf ihm ruhte das ציץ. Das ist der Sinn des Verses: *Lege ihn auf das himmelblaue Gewebe.״ Damit tritt unsere Gernara in ein ganz anderes Lieht. Aua der genannten Boraitha hat Rab Dime die Folgerung gezogen אריג כל שהוא טמא; denn כיפה war ein Teil des ציץ und damit auch der hohepriesterlichen Gewänder. Sie gilt daher, wie Raschi sagt, als דבר חשוב und ist מקבל טומאה. Dagegen erhebt Abbaji zwei Einwände: Erstens ist ציץ kein Gewebe, denn die Thora gebraucht hierfür die Bezeichnung 2) זהב טהור. M. 28, 36), zweitens steht doch in der von ihm angeführten Boraitha das ציץ genau beschrieben, wie es auch R. Eleasar Sohn R. Jose in Rom gesehen bat, wobei keinerlei Gewebe erwähnt wird. Damit wollte er beweisen, dass die in Chulin angeführte Boraitha, auf welche sich wohl Rab Dime gestützt hat, nicht der Halacha entspricht oder wie man talmudiseh sagt: לאו דםמכא היא nicht zuverlässig ist.

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