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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 188

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 188)
Language
German
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IRI
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180 An verschiedenen Stellen im Midrasch wird das Verhalten der Fürsten Israels heim Spenden für das za erbauende Mischkan mit Tadel belegt. Sie sind nicht, wie es ihre Aufgabe gewesen wäre, dem Volke mit gutem Beispiel vorangegangen. Die Männer nnd Frauen aus dem Volke sind ihnen vielmehr zuvorgekommen. Sie hielten sich in Reserve, weil sie die Gebefreudigkeit und den opferwilligen Sinn des Volkes unterschätzten und sich sagten ״ עכשיו יצטרך משה לנוMosche wird schon unser bedürfen und an uns herankommen müssen‘*,״ ומה שמחסרין אנו משלימיןworan es fehlen wird, das werden wir ergänzen“. Vgl. אבות דר״נ פי״א, Bamidbar rabba 12 und Raschi zu 2. M. 35, 27; 4. M. 7, 3. Es ist aber anders gekommen als sie in ihrem Dünkel gedacht hatten. Das Volk spendete überreichlich, so dass ihnen nichts mehr zu tun übrig blieb. Denn der Aufruf wurde erlassen איש ואשה אל יעשו עוד מלאכה ohne dass sie das Geringste gespendet hatten. Da sagten die Fürsten ״ אוי לנו שלא היה לנו’שותפות במלאכת המשכןWehe uns, wir haben keinen Anteil an der Herstellung des Mischkan״ אבות דרינ — das. — und nur durch das Wunder der von den Wolken herbeigebrachten Edelsteine wurde ihnen Gelegenheit geboten sich wenigstens an der Herstellung der hohepriesterlichen Gewänder durch eine Spende zu beteiligen. Diese waren aber nicht ihr eigentlicher Besitz, da sie dieselben nnr durch ein himmlisches Wunder erlangt hatten. (Siehe oben!) Deshalb wird ihre Gabe מתת שקר eine *Gabe der Täuschung״ genannt. Das will die Gemara durch die Anführung gerade dieser Belegstelle uns zu verstehen geben; denn das Wort נשיאים hat wohl die Nebenbedeutung *Wolken״, die Hauptbedeutung *Fürsten4״ aber wird dadurch nicht ausgeschaltet. Eine Stütze für diese Auffassung finde ich im sogenannten Targum Jonathan z. St., dessen Worte also lauten: וענני שמיא אזלן וכד ורברבי ישראל מייתן וכר. Wir sehen, auch er hat für das Wort נשאים eine doppelte Übersetzung ענני und רברבי, vgl. Schemoth rabba 33,9. XCIII. Als Bab Dime nach Babylon kam, überbrachte er im Namen von B. Jochanan folgenden Ausspruch (Sabbath 63 b): מניין לאריג כל שהוא גומא מציץ Woher wissen wir, dass auch das kleinste Gewebe ־טומאהempfang! ich ist? Wir entnehmen es von dem Diadem

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