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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 185

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 185)
Language
German
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177 \ wurde, konnte der Ausdruck מלכי בית יהודה Vorkommen; denn durch den Segen Jakobs לא יסור שבם מיהודה war bereits bestimmt und festgelegt, dass die Könige Israels nur aus dem Stamme Juda hervorgeheu sollen. Der Ausdruck מלבי בית דוד war aber damals noch nicht anwendbar, wie sich von selbst versteht. An den anderen Stellen, wo es auf den ursprünglichen Wortlaut der הלמ״מ nicht ankommt und sie gar nicht erwähnt wird, steht der דין, wie er sich aus den geschichtlichen Verhältnissen ergab. David wurde verheissen זרעו לעולם יהיה וכד; folglich konnte nach seiner Zeit die הלמ״מ sinngemäss nur auf Könige aus seinem Stamme bezogen werden. Man könnte nunmehr einwenden, dass für die Ausnahmebe- Stimmung des davidischen Königshauses ebenfalls ein Bibelvers als Quelle angegeben wird, nämlich 2. Sam. 7, 18: ויבא המלך דוד וישב לפני ה,. Siehe Joma 69 b. Die Angabe in der Gemara גמידי und die Hinzufügung von ßaschi הלל״מ ולא מקרא wäre doch demnach sehr auffallend. Dies ist jedoch kein ernstlicher Einwand. Denn ein Verbot, das ausdrücklich in der Thora steht, kann durch den נביא, weder aufgehoben, noch eingeschränkt werden. Wäre nicht schon die הלל״מ vorhanden gewesen, so könnte kein Prophet für das Haus David eine Ausnahme einführen und wir könnten von dem Vers 2 Sam. 7,18 nichts herauslernen. Der Grundsatz אין נביא רשאי לחדש דבר steht felsenfest. Finden wir in den נביאים eine neue Halacha, die in תורה שבבתב nicht hegründet ist, so müssen wir annehmen, dass sie als mündliche Überlieferung הלל״מ im Volke lebte und nachträglich von dem נביא auf gezeichnet wurde. In zwei ähnlichen Fällen in Sanhedrin 22 h heisst es: גמרא נמירי לה ואתא יחזקאל ואסמכה אקרא. Für unseren Fall ist es ohnedies selbstverständlich, dass die הלל״ם nicht entbehrt werden kann, denn in dem erwähnten Vers aus Samuel steht nur, dass der König David in der Asara sitzen durfte. Aus dieser Stelle könnte auch geschlossen werden, dass dieses Vorrecht jedem jüdischen Könige zustehe. Jerohearo, der Usurpator1), würde sicherlich dies auch für sich in Anspruch ge- ף Nebenbei folgende Bemerkung: Der Ritba Moed Katan 7h Stempelden dort von Tossaphot erwähnten Jerobeam zum Usurpator, der dem Reehat beam das Reich entrissen und seinen Sohn schon bei Lebzeiten zum Regenten n Jahrbuch der J. L. G. XBJ.

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