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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 184

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 184)
Language
German
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IRI
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176 M. E. liegt hier gar keine Schwierigkeit vor. Zunächst will ich folgende Bemerkung voranschicken. An allen oben!)^zeichneten Stellen lautet der Nachsatz אלא למלכי בית דוד. Nur in Sanhedrin (a. a. 0) steht .אלא למלכי בית י הו דד. Woher diese Veränderung und was bedeutet sie? Auch diese Frage beantwortet sich, wenn wir Ba8chis Worte richtig verstehen. Die Halacha אין ישיבה בעזרה אלא למלכי בית דוד besteht aus zwei Satzteilen. Der erste enthält ein allgemeines Verbot, der zweite eine Ausnahmebestimmung. Es ist nun die Aufgabe, für beide Satzteile die Quelle ausfindig zu machen. Für das allgemeine Verbot des Sitzens in der עזרה haben wir eine Belegstelle aus der Thora und zwar aus 5.* M. 18, 5 im Zusammenhang mit 18,7: (לעמד לשרת und העמדים לשרת), woraus hervorgeht, dass das Stehen dort nicht nur מצוה, sondern absolut geboten sei. So ausdrüeklieh Sebachim 23 b. Nur fragt es sich: Wo steht denn, dass für die Könige aus dem Hause David eine Ausnahme besteht, nachdem es doch in der Thora ausdrücklich verboten ist? Darauf gibt die Gernara in Sanhedrin die Antwortגמירי דאין ישיבה בעזרה אלא למלכי בית יהודה :־♦ Die Ausnahme für die judäischen Könige war eine vom Sinai . überlieferte הלכה, die damals allgemein bekannt gewesen ist, und auch Jerobeam nicht fremd war. Man bemerke wohl, an den anderen Stellen, wo diese Halacha gebracht wird, wird nur auf ihren allgemeinen Teil Bezug genommen. Deshalb verweist fiaschi mit Recht auf den Bibelvers S. M. 18, 5 als Quelle. Hier in Sanhedrin kommt nur die Aü3nähme allein in Frage. — Jerobeam, so heisst es dort, wollte nicht ins Heiligtum gehen, weil das Sitzen dort nur den Königen aus davidisehem Hause gestattet war. Er jedoch hätte stehen müssen, und wäre dadurch vor der Öffentlichkeit als illegitimer König gekennzeichnet worden. Deshalb fügt gerade dort die Gemara das Wort נמירי hinzu. Und Raschi, der untrügliche Wegweiser, unterstreicht dies noch mit den Worten: הלל״מ ולא מקרא. Diese Ausnahme sei הלל״מ und nicht dem Bibelvers zu entnehmen. Damit erklärt sich auch, dass an anderen Stellen מלכי בית דוד und hier מלכי בית יהודה steht. Wir können daraus die Treue der Überlieferung entnehmen. In einer הלכה, die am Sinai überliefert

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