Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 183)
- Language
- German
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175 Es ist nur eine Bestätigung des Obigen, wenn Secbarja 13,7 das Wort צוערים nach Einigen im Sinne von צעירים gebraucht wird. XCI. An einigen Stellen in der Gemava wird die Halacha erwähnt: ״ אץ ישיבת בעזרת אלא למלכי בית דוד בלבדnur den Königen aus dem Hause David war das Sitzen in der Vorhalle des Heiligtums erlaubt.“ Vgl. Joma 25 a; 69b; Kidduschin 78 b; Tamid 26 a und Sota 40h. An letzter Stelle fragen Tossaphotb, wo die Quelle dieser Halacha sei, da sie immer mit ותאמר מר angeführt wird1). Sie antworten, die Quelle sei Tosephta Sanhedrin IV oder Babli Sanhedrin 101 b, wo es heisst גמירי ראץ ישיבה בעזרה אלא ו למלכי בית יתודה. An dieser Stelle bemerkt Raschi גמירי תלבה למשת מסיגי ולא מקרא. Der Misehne lamelech, ־ ה״ בית הבחירהVII, 6 fragt darauf, dass Raschi mit sich selbst im Widerspruch steht. An den anderen Stellen schreibt er nämlich, diese Halacha sei zu entnehmen aus dem Bibelvers 5. M. 18, 5 לעמד לשרת und hier sagt er, es sei הלל׳ים und fügt noch ausserdem hinzu, dass sie nicht aus dem Bibelvers abzuleiten sei. Von gelehrter Seite*) wollte man diesen Widerspruch in folgender Weise erklären: Die angeführten Worte werden von Jerobeam gesprochen. Er . weigerte sich im Tempel von Jerusalem zu erscheinen, weil man ihm dort das Sitzen in der Vorhalle nicht erlaubt hätte. Raschi wollte mit diesen Worten keineswegs die Ansicht der Gemara, sondern den Standpunkt Jerobeams kennzeichnen. Dieser war der Anschauung, das Verbot sei kein biblisches, sondern הלל*מ, und deshalb hat er sich darüber hinwegsetzen wollen. Dieser Erklärungsversuch ist aber ein Fehlgriff; denn Jerobeam hätte es auch gewagt, ein ausgesprochenes Gebot der Thora zu übertreten. Er ist noch weiter gegangen. Es ist auch gar nicht einzusehen, wozu Raschi eine solch überflüssige Berner» kung gemacht hätte, da J. doch schliesslich keine Gelegenheit hatte das Verbot zu übertreten. 1ו Joma 69 a steht wohl י והאבן תנן aber R. Jesaia Berlin hemerkt bereits, dass es auch hier והאפר מר heissen sollte. So auch im R. Chananel. Vgl. auch Dikd. Sofrim. ף siehe משיב נפש s. 86.