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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 169

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 169)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486289--5692-3492064
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161 in der ganzen Mischna die natürliche Reihenfolge eingehalten ist. wie schon תוספות יום טוב z. St. bemerkt. Was dieser selbst als Erklärung anführt, dass תבערה deshalb am Ende stehe, weil es — nach der Anschauung eines תנא — nur ein לאו sei, befriedigt noch weniger. Ich glaube eine. einfachere Erklärung gefunden zu haben. Im Rambam Hilchoth Sabbath VII, 1 werden die neununddreissig Arbeiten nicht wie in unserer Mischna in der Partizipform ,הזורע ובד ״ sondern als Nomina aufgeführt ,החרישה הזריעה ובו. Der Maggid Mischne macht dazu die lakonische Bemerkung: die Mischna bezeichnet sie mit dem שם הפועל und der Rambam mit dein שם הפעולה. Er konstatiert bloss die Tatsache, ohne dafür eine Erklärung zu geben. Eine solche und zwar eine sehr treffende findet sich im מנן אבות. Die פלוגתא zwischen R. Jehuda und R. Simon bezüglich מלאכה שאינה צריכה לגופה ist bekannt. Dieser Begriff lässt sich am besten in folgender Weise klar machen. Wir sehen zwei Leute mit dem Spaten Erde aufgraben. Beide arbeiten genau in derselben Weise. Der eine (A) bezweckt aber mit dem Graben, den Boden für die Saat vorzubereiten: חרישה. Der andere (B) jedoch bezweckt nichts anderes als Erde zu gewinnen. Bei A ist es מלאכה שצריכה לגופה, weiler nicht nur die Arbeit als solche getan hat. sondern auch den eigentlichen Zweck, der den Begriff der (verbotenen) מלאכה ausmacht, nämlich חרישה, im Auge hatte. Bei B ist es מלאכה שאינה צריכה לגופה. Er hat wohl dieselbe Arbeit ausgeführt; der Zweck aber, der den Begriff der (verbotenen) מלאכה ausmacht, ist von ihm nicht beabsichtigt. Nach R. Jehuda ist A und B חייב, weil nach ihm מלאכה שאינה צריכה לגופה als vollgültige מלאכה gilt, nach R. Simon ist B nicht חייב, weil zum Wesen der צריכה לגופה — מלאכה gehört. In dem Fall des A ist שם הפועל, das Partizip anwendbar. Er ist ein חורש, weil er das Pflügen beabsichtigt. Hier ist das Pflügen subjektives Moment. Der B kann nicht als חורש bezeichnet werden, wohl aber kann seine Arbeit objektiv als חרישה gelten; denn sie ist äusserlich, abgesehen von dem subjektiven Moment, der des A völlig gleich. Feststehend ist, dass unsere Mischna nicht nach R. Jehuda kommt. (Vgl. die weiteren Ausführungen in der Gemara 75 b) Jahrbuch der J. L. G. X11L XX

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