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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 166

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 166)
Language
German
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IRI
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158 in der es heisst, dass die עמי הארץ innerhalb des Gebietes von Modiin bis Jerusalem מן המודיעים ולפנים in bezug auf Tongefässe im allgemeinen vertrauenswürdig sind, sodass die dort verfertigten Gelasse als מהוריך gelten. In der vorhergehenden Mischna 24 b heisst es, dass die עמי הארץ inbezug auf Reinheit von Wein und Öl für den Bedarf der מנחות in ganz Jehuda vertrauenswürdig sind. In diesen beiden Angaben .findet der מורי אבן einen Widerspruch. Bei allen diesen Erleichterungen ist der leitende Grundsatz, dass mit der Nähe des Heiligtumes die Vertrauenswürdigkeit der עמי הארץ sich steigert. In Jehuda hat man die kleinere Konzession gemacht, dass sie nur für Wein und Ol Vertrauen gemessen, innerhalb von Modiin dagegen sogar auf die kleinen Tongefässe, in Jerusalem selbst, wie die nächstfolgende Mischna lehrt, für alle Tongefässe ohne Ausnahme. Demnach müsste das Gebiet von Jehuda eine weitere Zone umfassen, als das Gebiet innerhalb von Modiin. Dagegen wendet nun der מורי אבן folgendes ein: Wir wissen doch aus anderen Stellen, (z. Beisp. Megilla 26 a,) dass das Stammgebiet von Jehuda sich nicht über Jerusalem hinaus erstreckte und dass die Grenze zwischen Jehuda und Binjamin durch den Altar ging. Modiin dagegen liegt 15 מילין nördlich von ירושלם. Demnach liegt das Gebiet von Jehuda jedenfalls näher za השלם♦ als Modiin. Dennoch wird dem Gebiet von Modiin eine grössere Konzession eingeräumt als dem von Jehuda. Diese Schwierigkeit beruht m. E. במכ״ת anf einer unrichtigen Voraussetzung. Er meint nämlich, dieses יהודה, von dem unsere Mischna spricht, sei geographisch identisch mit dem ehemaligen Stammgebiet des שבט יהודה♦ Das ist aber nicht zutreffend. Die alte Stammeinteilung, nach welcher das Gebiet יהודה innerhalb Jerusalems endet, galt nicht mehr zur Zeit des zweiten Tempels. Unter יהודה versteht unsere Mischna die Provinz Judäa nach der späteren Einteilung des heil. Landes in die drei Provinzen: ,יהודה גליל und עבר הירוץ. Diese Provinz Judäa erstreckte sich weit über מודיעין bis nach Sichern, wo der schmäle Streifen des Kutäerlandes רצועה של כותים (siehe Chag. 25 a) lag. Damit haben wir dann drei Zonen: die Erleichterung für יין und שמן galt für ganz Judäa, die weitergehende Konzession für כלי חרס הדקין für das Gebiet innerhalb von מודיעין, und die noch weitergehende *—für alle כלי חרס — beschränkte :sich auf die heilige Stadt allein.

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