Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 165)
- Language
- German
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- Rashi 3× ep/1002670
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157 Zu den Worten ואפילו אפיקרסותו בתוכו bemerkt Kasein אפילו מלאץ משקין. Man meint demnach, Raschi hat das Wort אפיקרסות mit משקין übersetzt. Dagegen fährt der אורי אבן z. St. das ganze schwere Geschütz seines בקיאות heran, um nachzuweisen, dass אפיקרסות eine andere Bedeutung hat. Damit ist er sicherlich im Rechte, denn das Wort hat überall die Bedeutung Kopftuch oder etwas Ähnliches. Auch hier bedeutet es nichts anderes. Die Worte, die in unseren Druckausgaben als Stich Worte stehen, bilden nur den Schluss des vorängegangenen דיבור und wenn man die Worte im Zusammen• hang liest, so schwindet jede Schwierigkeit. Die Schlussworte von Raschi lauten: אפילו מלאין משקין טמאין ואפילו אפיקרסותו בתזכו. Voran geht der Satz נאמנין על בלי תרם הדקין לקודש d. h. die עמי הארץ gemessen Vertrauen bezüglich der kleinen Tongefässe, die zu Heiligem gebraucht werden. Dazu gibt Raschi selbst folgende Erklärung: Für die kleinen Tongefässe^ die man nicht entbehren kann, sei diese Erleichterung eingeführt worden, jedoch nicht für grosse Krüge u. dgl. Dann führt er die Erklärung seiner Lehrer an, dass diese Erleichterung nur für solche Tongefässe gilt, die einen engen Hals haben, sodass kein Finger hineinreicht. Solche Gefässe werden auch sonst als ntmm-frei angesehen. (Vgl. Sabbath 84b oben u. Raschi das.) Gegen diese Erklärung führt Raschi in’s Feld, dass doch weiterhin in unserer Gemara selbst Gefässe, die voll von משקין: sind und sogar selche, in denen der עם הארץ sein Kopftuch, אפיקרסותו, hineingelegt hat, ebenfalls als טהור, als rein bezeichnet werden. Daraus ergibt sich doch deutlich, dass es nicht enghalsige Gefässe sein können, von denen unsere Gemara spricht. Das ist die einfache Eiklärung unserer Raschistelle. Die folgenden Worte: אפילו מלאין משקץ שלו ובד bilden einen besonderen דיבור. Es ist nur zu verwundern, dass der scharfsinnige Verfasser des טורי אבן, der in den felsigsten Gebieten der Halacha einen Weg zu bahnen weise, hier das Einfachste übersehen hat. LXXXII. Auf eine andere schwierige Stelle im אוד אבן daselbst will ich bei dieser Gelegenheit hinweisen. Die obige Boraitha von den בלי חרס הדקין steht im Zusammenhang mit der Mischna daselbst 85 b,