Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 145)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3486266-3486289--5668-3492040- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
137 Aber auch das Wort der Verleumdung gegen den Nächsten gehört zu den schwersten Sünden. # ואמר דל כל: המספר לה״ר מגדיל עונת עד לשמים שנא" שתו בשמים פיהם וכו' (ערכין ט״ו ע״ב.) ״R. L. sagte: Wer Verleumdung redet, häuft das Mass der Sünden bis zum Himmel, denn es heisst (Ps. 73, 9): Sie richten gegen den Himmel ihren Mund.״ Und schon der Gedanke der Verdächtigung gegen einen Unschuldigen ruft das göttliche Strafgericht herab. (.אמר דל החושד בכשרים לוקה בגופו (שבת צ״״ז ע״א ״R. L. sagte: Wer Unschuldige verdächtigt, erleidet am eigenen Körperstrafe dafür1״). Von den Liebespflichten gegen den Mitmenschen wird hesonders der Krankenbesuch hervorgehoben. 'אמר דל רמז לבקור חולין מה״ת מנין שגא' אם כמות כל האדם וכו ופקודת כל האדם וכו' (נדרים ל-ט ע״ב.) ״R. L. sagte: Das Besuchen der Kranken ist in der Thora angedeutet, weil es heisst (IV. B. M. 29, 11): Wenn wie alle Menschen diese sterben und sie wie alle Menschen besucht werden.״ (Baba gibt dazu die Erläuterung, dass פקודת כל האדם den Besuch der Menschen bei Kranken ausdrücken will.) Auch in dem Toten muss man noch die Menschenwürde achten. ואמר ר, זדקא א״ר אמי אמר ר״ל אין אומרים בפני המת אלא דבריו של מת (ברכות ג' ע״״ב.) ״Man soll im Angesicht des Toten nur von Angelegenheiten des Toten sprechen.״ Bei dem Gedanken der Unsterblichkeit wird uuf die Erhaltung der Individualität des Menschen auch nach dem Tode hesonders hingewiesen. כי הולך האדם אל בית עולמו אל בית העולם אין כתיב כאן אלא אל בית עולמו אמר דיל למלך שנכנס למדינה ועמו דוכסין ואפרכין ואיסטיטולאטין אע״פי שכלן נכנסין בפילון אחת כל אחד ואחד הולך ושורה לפי כבודו כך אע״פי שכלם טועמים מעם מיתה כל אחד ואחד יש לו עולם בפני עצמו (קהלת רבה סי׳ י״ב, ה,.) ג) Als Beispiel wird Mose angeführt, dessen Hand aussätzig wurde, well er die Verdächtigung aussprach, Israel würde nicht glauben. (II. B. M. 4, Ö.)