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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 140

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 140)
Language
German
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132 der Grmid des Weltgebäudes gelegt wurde, war es das Licht der Thora, das zu dem Werke leuchtete, denn so heisst es (Spr. Sal. 6, 28): Denn ein Licht ist das Gebot und die Lehre eine Leuchte. Am 3. Tage wurden die Bäume und mit ihnen der lichtspendende Ölbaum geschaffen, denn es heisst (II. B. M. 28, 20): Man bringe dir reines Olivenöl zur Beleuchtung; am 4. Tage die Himmelsleuchten und mit ihnen der Thron Davids, der ״der Sonne gleich״ (Ps. 89,37) ist; am 5. Tage die leuchtenden Blitze (nach Ps. 77, 7); am 6. Tage wurde das erste Menschenpaar erschaffen mit der Leuchte Gottes, der Seele (Spr. Sal. 20, 27). Am 7. Tage finden wir das Licht nicht erwähnt. Da sagte R. S. b. L.: Wenn ein König seine Tochtar verheiratet und freudestrahlend im Hoehzeitsgemach steht, braucht man da zu fragen, ob alles von Licht erfüllt ist? Dieses Licht# der sieben Tage aber ist erwähnt bei Jesaia (30,27), wo es heisst: Das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht der sieben Tage.״ Dieser Optimismus offenbart sich auch in der Betrachtung der unvergänglichen Schönheit der Natur. רשב״ל אומר בנוהג שבעולם אדם נוסך בולם ע״י שהות הוא מעלה חלודה ברם הכא כראי מוצק בכל שעה ושעה הן נראין כשעת יציקתן (ירושלמי ברכות פ״א ה״א.> ״R. S. b. L. sagte: Wenn ein Mensch einen Spiegel giesst, so wird er mit der Zeit rostig werden; der von Gott erschaffene Himmel aber glänzt stets so wie im Moment des Gusses, (nach Job 37, 18.)״.*) Der wahre Optimismus vermag auch den leidvollen Schicksalen des Menschen eine gute Seite abzugewinnen. אמר רשב״ל נאמר ברית במלח ונאמר ברית ביסורין נאמר ברית במלח שנא׳ ולא תשנית מלח ברית ונאמר ברית ביסורין שנא׳ אלה דברי הברית מה ברית האמור במלח מלח ממתקת את הקרבן אף ברית האמור ביסורין יסורין ממתקין את החטא ומה ברית האמור במלח מלח ממתקת את הבשר אף ברית האמור ביסורץ יסורין ממרקין כל גופו של אדם נכרכות ה׳ ע״אס ״R. S. b. L. sagte : Die Leiden gleichen dem Salze, bei beiden ist der Ausdruck ״Bündnis״ angewendet, denn es heisst: Du sollst nicht fehlen lassen das Salz des Bundes deines Gottes bei deinem ף Man vergleiche die Stelle in Göthe’s Faust: ״Die unbegreiflich hohen Werke sind herrlich wie am ersten Tag.“

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