Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 138)
- Language
- German
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130 steht über der eurigen. So sagt Pharao zu Joseph: ״Ich bin Pharao“, meine Grösse steht über der deinigen.״ * *) Zu dem Wesen Gottes gehört ferner die Wahrheit. Im Ah- Schluss an die Stelle Jecheskel 9, 4 heisst es: דל אמר תיו סוף חותמו של הקב־ד, דא״ר חנעא חותמו של חקב״ח אמת <שבת נ״ה ע״א.€ ״R. L. sagte: Das Taw ist der Schluss des göttlichen Siegels; denn ß. Ghanina sagte: Das Siegel Gottes ist die Wahrheit“ 2). Die Stelle I. B. M. 35, 11 erklärt R. Simon ben Lakisch: .<אני הוא שאמרתי לעולם די /חגיגה •י״ב ע״א *,Ich bin es, der der Welt (bei der Schöpfung) sagte: Genug!״ Dieser Gottesname weist also darauf hin, dass der Befehl Gottes der ins Unendliche sich ausdehnenden Schöpfung Grenzen setzte. In ähnlichem Sinne heisst es dort weiter: איכא דאמרי אמר ר״ל בשעה שברא הקג״ה את הים היה מרחיב והולך עד שגער בו הקב״ה שנאמר גוער בים ויבשהו וכל הנהרות החריב ״Andere sagten im Namen von R. S. b. L.: Als Gott das Meer schuf, dehnte es sich immer mehr aus, bis Gott es anfuhr, denn so heisst es (Nahum 1, 4): Er bedroht das Meer und trocknet es aus, und alle Ströme lässt er versiegen.״ Das Wirken Gottes offenbart sich auch in der Zweckmässigkeit, die wir überall in der Natur wahrnehmen. ר לוי בשם רשב״ל האילה הזו איבריה צפופים והיא מתקשה לילד וםה הקב״ד, עושה ממציא לה נחש והיא נושכה ואיבריה מתרפים וכשהיא יולדת מה הקב״ה עושה ממציא לה עשב והיא אוכלת ומתרפאת הה״ד עושה גדולות ולא נדע ר לוי בשם רשב״ל האילה הזו אבריה תשים והיא מבקשת מים והיא יראה מחיה■ רעה מה הקב״ה עושה מכניס בה רוח חזזית ומקשת ברגליה ומקשת בקרניה וחיה רעה שומע׳ ובורחת הה״ד עושה גדולות וכר ימדרש שמואל רבתי פ׳ ט׳>. ״R. Levi sagte im Namen von R. S. b. L.: Die Hirschkuh hat eng aneinandergeschlossene Glieder und das Gebären kommt ihr schwer an; Gott fügt es nun, dass sie von einer Schlange gebissen werde, so dass ihre Glieder sich ausweiten, und nach der Geburt י) Man vergleiche bei H. Cohen, die Religion der Vernunft, S. 129 : ״Mit aller Selbstheiligung allein erreicht der Mensch doch nimmermehr das Ideal der Heiligkeit;" ״Die Heiligkeit des Menschen besteht in der Selbst־ heiligung, die aber keinen Abschluss haben, mithin keinen dauernden Ruhe־ zustand bedeuten kann, sondern nur ein unendliches Streben und Werden.“ *) Über den tiefen Sinn diese3 Satzes s. bei Cohen S. 484 d-