Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 50)
- Language
- German
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kosmographischen, geographischen und geschichtlichen Inhalts1); vorher hatte er schon Poesien u. d. T. מאיר נתיב verfasst. Im Jahre 1704 übertrug er u. d. T.מירת מלכים in Frankfurt ein lateinisches (?) Geschichtswerk 2). Der andere Sohn Nathan war 1719—1726 Buchdrucker in Berlin und wird auf dem Tit. Bl. zur Mischnaausgabe Seder Kodoschim (Berlin und Frankfurt a. 0. 1721) und auch sonst als Korrektor genannt. Eine Tochter des Löb Neumark war mit Aron, Sohn des Arztes Mose aus Lissa, verheiratet und wohnte in Berlin, wo ihr Gatte 1733—1762 eine bedeutende Druckerei betrieb 3). Löb Neumark ist Verf. der obengenannten hebr. Grammatik שרש יהודה (Frankfurt a. M. 1692), die bei ihrem Erscheinen günstige Aufnahme fand, aber auch bei dem früher genannten Salman Hanau manchen Widerspruch hervorrief. Am 16. Dezember 1694 erhielt er in Berlin einen Schutzbrief, worin auf die bisherige Unbescholtenheit hingewiesen wird, deren er sich während seiner 10־ jährigen Tätigkeit als Lehrer des Hebräischen, Chaldäischen und der rabbinischen Wissenschaften erfreute. Sein Verkehr mit Christliehen Gelehrten wurde in Berlin übel vermerkt und mag die Ursache gewesen sein, dass 1695 von der jüdischen Gemeinde der Bann über ihn ausgesprochen wurde. Er w&r dort 1699—1702 als Buchdrucker und Faktor tätig. In der Vorrede za שרש יהודה verspricht er die Herausgabe eines Buches über die Accente, das aber nicht erschienen ist4 * *). i Marx Josef Hanau. Mordechai b. Josef aus Hanau, deshalb Mördechai Hene genannt, gehörte zum Verwandtenkreise des R. Jair Chajjim Bacha- 1) VgL Steinschneider in Mtscb. 49, 593. 2) Cod. Oxford 2060, wo der Verf. bemerkt, dass er die Herausgabe eines Bibelkommentars beabsichtige; vgl. Steinschneider das. p. 590ff., dessen Mitteilungen ich hier gefolgt bin. *) Vgl. Ludwig Geiger, Gesch. der Juden in Berlin, II, 53 ff.; Levin, Gescb. der Juden in Lissa, p. 152. ׳ 4) Ob der von Hänle (Geschichte der Jud%u im ehemaligen Fürstentum Ansbach p. 79), erwähnte Löw Neumark, dessen Haus wegen einer gegen ihn erhobenen Anklage vom Grafen v. Hanau weggenommen wurde, mit dem unsrigen identisch ist, bedarf noch näherer Untersuchung; Zeit und Ort stimmen für die Identität. 7