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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 45

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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37 R. Jakob in Lissa und R. Hirsch Katzenellenbogen in Winzenheim. Das Gutachten No. 18 ist von R. Mose Tabioh d. d. Hanau. 24. Schebat 579 und reiht sich sowohl hinsichtlich der ausführlichen und eindrucksvollen Beweisführung, als auch durch die klassische Ausdrucksweise würdig den übrigen Gutachten an. Die scharfe Entgegnung in dem Buche חרב נקמת נקם ברית (Dessau 1819) und besonders!ene auf das Gutachten des R. Mose Tabioh (das. p. 14) beweist, dass dessen Ausführungen auf die Gegner einen tiefen Eindruck ausübte. An dieser Stelle soll auch der Maler Moritz Oppenheim genannt werden (geb. am 20. Januar 1800 in Hanau, gest. am 26. Februar 1882 in Frankfurt a. M.). Er war der Sohn des aus Oppenheim a. Rh. eingewanderten 1840 in Hanau verstorbenen Daniel Simon Oppenheim und machte seine Studien in München, Paris und Rom. Thorwaldsen gehörte zu seinen Gönnern. Göthe protegierte ihn in Weimar; durch seine Vermittelung erhielt er vom dortigen Grossherzog den Professortitel. Seine bekannten Bilder aus dem altjüdischen Familienleben liefern den Beweis, dass er aus seiner Hanauer Jugendzeit und aus den Erinnerungen an sein frommes Elternhaus ein pietätvolles Verständnis für die Innigkeit und Heiligkeit der jüdischen Familie sich bewahrt hat. Auf dem Bilde ״der Segen des Rabbiu hat er die Züge des R. Mose Tubioh verewigt, und in dem vom Rabbi gesegneten Knaben soll der Maler sein eigenes Bild dargestellt haben. Nach dem Ableben des R. Mose Tubioh wurden die Rabbinatsfunktionen durch den schon wiederholt genannten R. Miehael, der schon alt und kränklich war, in provisorischer Weise besorgt. Der nächstwohnende Rabbiner Hirsch Levi Kunreuther in Ge־lnhausen1) richtet am 26. November 1830 eine Eingabe an das Vorsteheramt in Hanau mit dem Gesuch, ihm das erledigte Rabbinat zu übertragen. In seiner Eingabe bemerkt er u. A.. dass ihm ״die ganz hochdeutsche Sprache nicht so vollkommen eigen x) Vgl. meine Blätter III, 97. Zar Ergänzung sei hier bemerkt, dass er, laut Eintrag im Memorbuch von Gelnhausen, sieben Söhne binterlies9, von denen bei seinem Ableben schon vier die Semicha besassen, und dass er auch das Glück hatte, seine Töchter mit Thoragelehrten zu verheiraten«

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