Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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ist“. Das Gesuch fand keine Berücksichtigung. Ein Jahr spate* bittet der Rabbinatskandidat Moses Schwarzschild als Mitglied der Gemeinde Hanau, ihm bis zur definitiven Besetzung der Stelle provisorisch die Rabbinatsfunktionen zu übertragen. Auf Antrag der Gemeindeältesten wurde im folgenden Jahre dem Gesuch insoweit entsprochen, als er vom 1. Januar 1833 ab vom Vorsteheramt mit dem Vollzug ritueller Entscheidungen, Eidesbelehrungen und Traunugen beauftragt wurde gegen einen Jahresgehalt von 25 fl, der später auf 40 fl erhöht wurde. Am 14. Februar 1832 wurde die Rabbinatsstelle öffentlich ausgeschrieben, nachdem in einer Eingabe von Gemeindemitgliedern, die 45 Unterschriften zählte, dem Vorsteheramt der Wunsch nach deren baldigen Wiederbesetzung nahe gelegt worden war. Das Ausschreiben hatte einen ungeahnten Erfolg. Eine Unzahl von Meldungen traf beim Vorsteheramt ein, darunter Vertreter der strengsten Orthodoxie und der äussersten Reform •ל für beide Riehtätigen fanden sich Gönner und Fürsprecher in der Gemeinde. Es dürfte nicht uninteressant |ein, die Namen der Bewerber aufzuzählen. Sie lauten: 1. Ephraim Willstätter aus Karlsruhe 2. Hirsch Benjamin Auerbach aus Bonn 3. Abraham Geiger aus Bonn, z. Zt. in Wiesbaden 4. Samson Felsengtein aus Bruck 5. Salomon Frensdorff aus Bonn 6. Uri Löw Veitei aus München * 7. Salomo Formstecher aus Offenbach 8. Hayum Wagner aus Mannheim 9. Isack Friedberg aus Mosbach 10. Mordechai Wetzlar aus Gudensberg 11. Gabriel Adler aus Mühringen 12. Moses Bloch aus Oberdorf 13. Moses Hess aus Trier 14. Feibel Spiegel aus Würzburg' 15. Emanuel Dreifuss aus Müllheim 16. Westheimer aus Worms 17. Jsachar Staadecker aus Merchingen 18. Wolfsohn aus Iehenbausen 19. J. M. Neckarsulmer aus Schnaittach