Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/3486266-3486289--5561-3491933- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
30 dem bisherigen Gehaltsfixum von 200 fl seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten könne. Die bisherigen Nebeneinnahmen aus'Traftungen, Inventuren, Verteilung von Verlassenschaften, Vormundschaltsrechnungen und Justizpflege, seien, da die beiden letzteren mit den Aceidenzien seit 1800 auf die herrschaftliche Gerichtspflege übergegangen sind, auch sonst sehr gering. Er habe infolgedessen das von seiner Frau zugebrachte, nicht unbedeutende Vermögen zugesetzt und bittet deshalb, das Fixum unter Zurechnung der von den Gemeinden des Fürstentums zu leistenden Beiträge entsprechend zu erhöWni. Zur Unterstützung seines Gesuchs glaubt der Rabbiner sich darauf berufen zu dürfen, dass er während seiner 28jahrigen amtlichen Tätigkeit ״weder den höchsten Behörden, noch einer der isr. Gemeinden Anlass zu einigem Missvergnügen gegeben habe44. Das Vorsteheramt hält diese Bitte für ebenso billig wie gerecht und ist der Ansicht, dass das Fixum auf 530 fl zu erhöhen sei. Zu diesem Zwecke müssten die Landgemeinden, die zum Beitrag für die Besoldung des Oberlandrabbiners verpflichtet seien und deren Erhöhung sie bisher teilweise abgelehnt haben, durch gesetzliehe Zwangsmittel angehalten werden, ibr Quotum abzutragen. Der Hoftaktor David Löbenstern1) berichtet namens des Vorsteheramts an die churfürstliche Regierung d. d. 31. Januar 1824, dass die Landjudenschaft schon a. 179i allgemeine Beiträge zur x) Verf. der Broschüre ״Einige Worte über die auch seit der Verfassung unglücklichen Verhältnisse der Israelin in der Provinz Hanau“ (Hanau 1831). Er war ein vornehmer und sehr wohltätiger Mann. Zur Zeit des Franzosenkriegs (1815) wurde er mit andern angesehenen Ortsbürgern als Geisel nach Mainz verschleppt und befand sich in grosser Lebensgefahr. Zum Ankauf des Gartens neben der 1845 restaurierten Synagoge spendete er 700 fl. Er starb in hohem Alter am 10. März 1856. Sein Nachruf im Memorbuch lautet: יא״נ הישיש הקצין והנדיב ובא בימים הר״ר דוד בן הר״ר יהודה לעוונשטערן המכונה האפפאקטאר ז״ל, היה מסנהג כשורה כל ימיו, היה קיים ג״ב בכל לבבו הצוויז של אביו הר״ר יהודה הנ״ל לחלק עץ ומעות בחורף כל השנים הללו לעניי עירנו יע״א והיה מוכרח לעזוב את ב״ב והולך אלז גייזעל עם חבריו נאך מיינץבשעת מלחמה של הצרפתים בשנת תקע״ה לפ״ק — סכנה נחלה רדתה בימים ההם וכמעט שלא היתה ישועה מן השמים האטטע ער עם חבריו זאללען ערשאסען ווערדען — גם נתן סך ז' מאה זהובים לקנות הגן־ אצל בהכ״נ שנבנה בשנת תר״ה לפ״ק — בש״ז ובשכר שבנו ר' יעקב לעוונשטערן המכונה דאקטאר לעוונשטערן שי' לאי״ט נתן בעבורו מתנה לצדקה תהא נשמתו צמרה .. ז' א״ש תרי״ו לפ״ק: I