Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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der heiligen Lehre bekannt zu machen. Ans seiner Talmud schule gingen Männer hervor, die zu den Zierden des gesetzestreuen Judentums gezählt werden dürfen; ich meine hierunter besonders meinen sei. Vater R. Koppel Löwenstein, Rabbiner in Gailingeit und Tauberbischofsheim; R. Mordeehai Wetzlar, Rabbiner in Gudensberg; R. Salomon Dreifuss, Gelehrter in Hamburg1 2 3). Seinen Schülern war R. Mose Tubioh ein väterlicher Freund und C4önner, wie er auch au! ihre leibliche Versorgung und ihren Lebensunterhalt stets bedacht war. Trotz kärglichem Gehalt, den er als Rabbiner bezog, bestritt er für manchen Schüler *sämtliche Ausgaben für Kost und Wohnung־)- Als im Jahre 1818 die Gemeinde Kassel R. Mese Tubioh zu ihrem geistlichen Oberhaupt erwählen wollte, war er geneigt, dem Rufe Folge zu leisten. Die Gemeinde Hanau Hess jedoch kein Mittel unversucht, um den geliebten Führer für sich zu erhalten. Dieser willigte ein unter der Bedinguug, dass die Gemeinde künftighin für den Unterhalt seiner Schüler Sorge trage, was auch geschah. Jedem einzelnen Angehörigen der Gemeinde stand R. Mose Tubioh als treuer Freund und Berater zur Seite, sodass er auch die Hochachtung und Verehrung jener genoss, deren religiöse Anschauungen mit den seinigen nicht übereinstimmten. Seinen amtlichen Obliegenheiten kam er noch im hohen Alter pünktlich und gewissenhaft nach. Im Verhinderungsfälle und wenn er ortsabwesend war, wurde er durch den gelehrten R. Sehemaja Krön vertreten, der 1825 in Hanau gestorben ist s). Im Jahre 1823 wendet sich4) R. Mose Tubioh an das Vorsteheramt in Hanau mit einer Eingabe des Inhalts, dass er bei *) Kurze Biographie dieser drei Männer bringt Beilage 0. 2) Als im Mai 180o Landgraf Wilhelm die Würde eines Kurfürsten erhielt, fand eine Huldigung der isr. Gemeinde statt, worüber in Beilage 10 das Nähere berichtet wird. 3) Ein auf ihn bezüglicher Eintrag im Memorbuch lautet יא“ נ התורני ורבני מופלג בתורה וביראה מהור״ר שמעי' בן מהור״ר יששכר קרני! זצ״ל אשר התמיד בלימודו למדש״ם ופוסקי'. לא פסק פומי' מגירסא יותר מארבעים שנה, בשחיי אד״מו הנא״בד דפה חוץ לעירנו הי‘ הוא מורה הלכות והוראות בקהילתנו... ט‘ אייר תק״פה. 4) Die hier folgende Darstellung ist den Akten des Vorsteheramts Hanau entnommen, .deren Benützung mir durch Gefälligkeit des Herrn Provinzialrabbiners Dr. Bamberger in Hanau gestattet wurde. 1