Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
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26 für den schon früher von ihm gewählten Rabbinatsberuf vorzubereiten1). Unter seinen Mitschülern und Genossen seien hier besonders R. Mordechai Benet, später Rabbiner in Nikolsburg, sowie der bekaunte Grammatiker Wolf Heidenheim hervorgeboben, mit denen er zu allen Zeiten freundschaftliche Beziehungen unterhielt. Im Jahre 1774 kehrte er nach Sontheim zurück und verehelichte sich mit seiner Kusine Süsse, To'chter des Wolf und dfer Rebecka Sontheim. Mit dieser Heirat trat Mose Tuhioh in einen neuen Verwandtenkreis ein, der ihm schon im Hinblick auf die Ahnen eine hohe Befriedigung gewährte. War doch, seine Gattin eine Enkelin des gelehrten R. Hillel Minz2), der als Rabbiner in Leipnik und nachmaliger Klausrabbiner in Mannheim in hoher Achtung stand und zur berühmten Familie Minz-Katzenellenbogen sich zählte, die ihren Ursprung von. dem bekannten Saul Wahl (Polenkönig?) herleitete. Bald nach seiner Verheiratung verlies« Möse Tubioh Gattin und Heimat, um sich immer mehr in das4 Talmudstudium zu vertiefen. Zu diesem Zwecke kehrte er wieder nach Fürth zurück und blieb dort bis zum Ableben seines Schwiegervaters. Aus dieser Veranlassung suchte er wieder seine Heimat auf und lebte dort ausschliesslich dem jüdischen Studium, wobei er noch einen polnischen Lamdan in seinem Hause anstellte, der ihm als Lehrer und Lerngenosse zur Seite stand. Um jene Zeit erhielt er aus einer elsässischen Gemeinde eine Berufung auf die dortige Rabbinatsstelle, die er jedoch auf Anraten seines Lehrers R, Josef Steinhart ablehnte, trotzdem nhn dieser für reif und be- ף In שו״ת זכרון יוסף (Fürth 1773) p. 111 b bezeichnet ihn sein Lehrer b.. Josef steinhart als תלמידי הותיק התורני מופלא מוהר״ר משה טובי' נר״ן 2) Vgl. meine Kurpfalz p. 139 n. Zu den dort verzeicbneten Appro* bationen des Hillel Minz seien hier nachträglich noch jene zu סררש רבות (Frankfurt a. M. 1705) und zu טהרת אהרן (Olfenbach 1721) erwähnt. Im דברי שאול ,D (Fürth 1705) ist eine talmudische Abhandlung von ihm verzeichn net. Seine erste Frau Chaja war die Tochter des Leipniker Rabbiners Jakob Abraham, Verf. von ס' נחלת יעקב על התירה (Amsterdam 1724). Matil, seine zweite Gattin, war eine Nichte des Klausgriinders Lemle Keinganum in Mannheim. Sein Namensträger und Bruder der Süsse war Hillel Sondheimer, Gelehrter in Fürth und später Rabbiner in Asch affen bürg, wo er a. 1832 nach 45jübrigem erfolgreichem Wirken im Alter von 83 Jahren sein Leben beschloss; vgl, Jahrbuch VIII, 147.