Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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21 Rabbiners Samuel Helmann in Metz und Schwester des Feiwisch Helmann, des Amtsnachfolgers ihres Gatten, schloss nach dem Ableben ihres ersten Mannes eine zweite Ehe mit R. Isaek Dukla in Pres.sburg und starb 1781 in Xikolsburg* 1). Perl, Isacks Tochter und Namensträgerin ihrer Grossmutter, der oben genannten Gattin des R. Israel, verheiratete sieh mit Selig Pulitz in Nikolsbürg, wo sie 1772 starb2). Die andere Tochter Sara Hindche ist als Gattin des R. Seeb Wolf bereits genannt. Der oben genannte Feiwisch Helmann ist es, der 1758 als Amtsnachfolger des R. Isack auf dem Rabbinatssitz in Hanau in Betracht kömmt. Uri Sehrago (Phöbns) Helmann war der Sohn des durch seiu Eingreifen in den Eibesebfttzseben Amalettenstreit bekannten Samuel Helmann, Rabbiners in Kremsier, Mannheim und Metz3). Feiwisch bekleidete wohl nur kurze Zeit die Rahbinatsstelle in Hanau. Nach dem Protokollbuch der Gemeinde bezog er eine jährliche Besoldung von 100 Thlr. Von hier übernahm er das Rabbinat Lissa. Über seine dortige Tätigkeit sind wir genügend, unterrichtet4). Infolge einer gegen ihn erhobenen falschen Beschuldigung musste er von dort flüchten und begab sich zunächst nach Berlin, 11m im dortigen Bethamidrasch zu lernen und zu lehren. Von da wurde er 1770 uaeh Bonn berufen, wo er als Landrabbiner von Köln, Westfalen und Münster Anstellung fand. Bald darauf wandte er seine Schritte nach Metz, nm das Grab seines Vaters aufzusuehen und gleichzeitig für ein langjähriges Fussleiden Heilung zu linden. Dort, beschloss er in der Blüte der Jahve am 7. Elul (28. August) 1770 sein vi'elhewegtes Erdenwallen und wurde an der Seite seines sechs Jahre zuvor verstorbenen Vaters zur Erde bestattet. Über seine Frau ist mir nichts bekannt. Seine Tochter Hindche war die Gattin des- Samuel Landau in Prag, Sohn des R. Jeeheskel Landau (נודע ביהודה). Über seine werden sollen. Wie mir aus dem Protokoll hervorzugehen scheint, war eine Tochter der Debora, namens Zipor, in Hanau verheiratet; ihr .Sohn htess Leser Unna. l) Mitteilungen für jiid. Volkskunde 1907 p. 29. ־) Das. p. 28. 3) Über seine Lebensverhältnisse s. meine Kurpfalz p. 198 ff., meine Blätter II, 38 ff. und die dort verzeichneten Literaturnachweise. 4) Vgl. Lewin, Gesch. der Juden in Lissa, p. 18$ fi,