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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 22

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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14 « später in Hanau als solcher tätig war. Vielleicht ist er mit R. Bär identisch, der 1656 als Rabbiner in Prag wirkte und in שדת צמח צדק No. 110 v. R. Meir Levi in Fürth erwähnt wird1). Ebenso spärlich sind die Nachrichten über R. Naftali b. Aron Mordechai Schnaittach, dessen Lebenszeit in die vor- Hegende Zeitperiode fällt. Er stammte aus Schnaittach, war zuerst Rabbiner in Friedberg3), übernahm sodann das Rabbinat in Hanaa und starb in hohem Älter. Das Sterbedatum und den Ort, wo er gestorben ist, konnte ich nicht ermitteln, da er im Hanauer Memorbuch nicht eingetragen ist. Im Friedberger Memorbuch wird sein Name mit dem Bemerken aufgeführt, dass er mehrere Jahre als dortiger Rabbiner wirkte und am 1. Tischri aus dem Leben schied. Das Todesjahr ist nicht verzeichnet, dürfte aber, soweit aus der Reihenfolge der Einträge geschlossen werden kann, c. 1680 anzusetzen sein. Ein Sohn Jeremia, dessen Frau, 1668 in Altona starb, wjrd von Grunwald8) erwähnt. R. Naftali approbiert 1648 als ^Rabbiner in Fried borg das ס׳ עשרה מאמרות (Amsterdam 1649); 1663 das ס׳ בית הלוי v. R. Jesaja Hurwitz; שערי ,D ציון {Homburg 1715) 4); 1665 das ס״ נחלת שבעה (Amsterdam 1667). Genauere Daten besitzen wir über die Lebensgeschichte des R. Jakob Simon b. Mose Bunems, der 1668—1677 als Rabbiner in Hanau wirkte. Laut Eintrag im Hanauer Memorbuch5) vollzog sich sein erstes öffentliches Auftreten in Prag, wo er als Gemeinde- Vorsteher sich um das Wohl der dortigen Gemeinde, wie auch um jenes seiner Glaubensgenossen im böhmischen Lande grosse Verdienste erwarb. Durch häufige Audienzen beim Kaiser war ihm Gelegenheit geboten, schwere Bedrückungen und Ausweisungen der Juden zu verhindern. Von hier kam er 1662 nach Mainz, י) Vgl. meine Abhandlung zur Gesch. der Juden in Fürth in Jahrb. VI p. 165 n. 3, wo der Druckfehler Nu. 10 in 110 zu berichtigen ist, *) Vgl. meine Blätter IV, 57; Weinberg, Oberpfalz p. 63. *) Hamburgs deutsche Juden p. 245 No. 941 und Berichtigung hierzu' p. 334. *) Die Approbation, in deren Aufschrift er als הרב הגדול הישיש bezeichnet wird, trägt kein Datum, beweist jedoch, dass er sich schon damals ums Jahr 1668 im Greisenalter befand. *) Wörtliche Abschrift hiervon hei Bamberger, Historische Berichte über die Juden der Stadt und des ehemaligen Fürstentums Aschaffenburg, p. 7 n.

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