Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 320)
- Language
- German
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269 in Rom ist beweiskräftig genug, um das Ende des Krieges nicht später als 133 zu setzen. IV. Die einzige Quelle, welche uns Einzelheiten und Entwicklung des Krieges schildert, ist der Auszug des Xiphilinus aus Dio Cassius’ römischer Geschichte. Hier ist der Ort, um die uns erhaitenen Berichte Dios 69, 12—14 (nach der Übersetzung von Tafel) mitzuteüen. 12. ״Dass er aber an die Stelle der zerstörten Stadt Jerusalem eine andere auf bauen liess, die er Aelia Capitolina nannte, und an der Stelle, wo der Tempel des Gottes stand, einen anderen Tempel für den Juppiter aufführen liess, erregte einen ebenso langwierigen als gefährlichen Krieg. Die Juden nämlich hielten es für einen Greuel, dass Ausländer ihre Stadt bewohnen und ein fremder Gottesdienst dort eingeführt werden sollte. Sie hielten sich zwar ruhig, solange Hadrian in Ägypten und dann zum zweiten Male in Syrien sich befand, nur fertigten sie die Waffen, die sie als Tribut liefern sollten, absichtlich minder brauchbar, dass sie der Waffen, die von den Römern als untauglich verworfen würden, sich selbst bedienen könnten. Sobald er sich entfernt hatte, fingen sie eine offene Empörung an und wagten es zwar nicht, sich mit den Römern in förmlicher Feldschlacht zu messen, besetzten aber geeignete Punkte, wo sie sich durch unterirdische Gänge und Verschanzungen zu sichern suchten, um, wenn sie gedrängt würden, darin eine Zuflucht zu finden und unbemerkt mit einander verkehren zu können; oben gruben sie Öffnungen hinein, um Luft und Licht zu erhalten. 13. Zuerst nahmen die Römer keinen Bedacht auf sie; als aber ganz Judäa in Aufruhr gebracht war und die Juden überall Unruhen anfingen und zusammenströmten, auch den Römern teils geheim, teils ganz offen vielfachen Schaden taten, und viele andere in Hoffnung auf Gewinn sich an sie anschlossen, dass fast das ganze römische Reich in Bewegung geriet, schickte Hadrian seine besten Feldherrn gegen sie und übergab den Oberbefehl dem Julius Severus, den er von Britannien, wo er Statthalter war»