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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 319

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 319)
Language
German
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268 Eusebius erwähnt den jüdischen Krieg zweimal, einmal unter dem 7ten Jahre Hadrians in Verbindung mit dem Bericht über die letzten Bischöfe aus den Beschnittenen. Da dieser Kirchenvater bezüglich der Bischöfe entweder eigene Kenntnisse oder eine authentische Quelle hatte, so ist seine Angabe äusserst wertvoll. Was jedoch das Ende des Krieges betrifft, so wusste Eusebius nur genau, dass im Jahre 20 des Hadrian in Jerusalem der erste Bischof aus der Mitte der Heiden bestimmt wurde. Das Ende des Krieges setzt er deshalb auf das Jahr 19, ohne zu berücksichtigen, dass bis zur Erledigung der Beratungen über diese neue Einführung gewiss einige Jahre vorübergegangen waren. Dieses Datum wird auch nirgends anerkannt, wie ja bekanntlich das Ende des Krieges bis jetzt allgemein auf das Jahr 135, das 18te Jahr Hadrians, gesetzt wurde. Auch das Jahr 135 gibt jedoch einen zu späten Termin für die Beendigung des Krieges. Es ist sicher, und dieses wird von allen Forschern zugegeben, dass Hadrian schon im Mai 134 in Rom ein Edikt erliess. Auch das wird erkannt, dass er, um den Mai in Rom verbringen zu können, bei den damaligen Reiseverhältnissen, spätestens im Januar 184 Palästina verlassen hat. Wie ist es nun möglich, dass Hadrian den Kriegsschauplatz schon in den ersten Tagen des Jahres 134 verlassen hat, während der Krieg doch erst 135 geendet haben soll? Man hilft sich dann mit dem Ausweg, Hadrian habe den Kriegsschauplatz schon verlassen, als der Sieg gesichert schien. Das liesse sich wohl sagen, wenn es sich nur um einen oder zwei Monate hier handelte. Nach allen Forschem handelt es sich aber um l1/, Jahre, die vom Januar 134 bis zum Hochsommer 135 noch vom Kriege erfüllt waren. Wie lässt sich nun 11jt Jahre vor der wirklichen Entscheidung sagen, dass der Sieg gesichert schien? Nehmen wir hinzu, dass dieselben Forscher die Dauer des Krieges auf zwei, höchstens drei Jahre, angeben. Wie ist es denkbar, dass der Sieg in diesem, für die Römer so gefährlichen Kriege, der nur von 132 bis 135 dauern soll, schon Januar 134 gesichert schien. Das Naturgemässe ist folgendes: wenn Hadrian schon den Mai 134 in Rom zubringt, so hat er, der nicht schnell reiste, im Jahre 133 nach dem Falle Bettirs Palästina verlassen. Die Tatsache der Anwesenheit Hadrians

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