Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 298)
- Language
- German
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bin ja töricht und ohne menschliche Einsicht —, und ich will mich durchaus nicht mit fremden Federn schmücken, da ich bar bin jedes Wissens und jeder Erkenntnis. Bekannt und offenbar ist es dem Herrn, der den Himmel errichtet und die Herzen prüft, dass mich zur Abfassung dieses Buches nicht Ruhmsucht und nicht Eitelkeit trieb . . .u *) Es ist also ein Unrecht, wenn man Aldabi — wie es zumeist bisher geschah — als Plagiator bezeichnet % da er ja selbst nacbdrücklichst bemerkt, dass er Eklektiker ist und sein will und sein Werk nur eine ״Summa“ des Wissens ans früheren Autoren darstellen soll. Bei der Kompilation seines Buches ging er äusserst geschickt vor. ״Er versteht es, aus früheren, populär gewordenen Autoritäten die wesentlichsten Ansichten und Begriffe auszuschälen, zum Teil wörtlich zu wiederholen oder leicht verständlich zu paraphrasieren und mit Übergängen zu verknüpfen, die nicht wie künstliche Nähte, sondern wie ursprüngliches Gewebe aussehen“3). Eine wissenschaftliche, die Quellen der direkten Zitate nachweisende Analyse des Werkes ist sehr schwierig. Bisher sind folgende Quellen Aldabi’s festgestellt: Abraham b. Chijja 4), Abraham ibn Daud, Abraham ihn Esra5), Alfergani*), Ascher b. Jechiel7), Bachja ibn Pakuda8), Gerson b. Salomo9), Hillel aus *) שבילי אמונה Vorrede p. 4a: בי מספרים יקרים חברתים ומלשונות זרים תרנמתים ומחכמים מקובלים קבלתים כי לא מלבי ומחכמתי ושכלי כי בער אנכי מאיש ולא בינת אדם לי ואין רצוני להתנאות בטלית שאינו שלי ואני רק ומאומה לא אדע בכל חכמה ומרע וגלוי וידוע- לפני הבונה בשמים עליות אשר בוחן לבות וכליות בי אין בונתי בחברי זה הספר להתגדר בו ולא להקרא .שמי בקרבו... צ) Brüll, Jahrbücher II, 167 f.; Steinschneider, Hebräische Übersetzungen § 4 nennt Aldabi einen ״frechen Plagiator“. י s) Steinschneider, Die Mathematik bei den Juden (in der Bibliotheea Mathematica 1898 p. 37). 4) Steinschneider a. a. 0. 5) Jellinek, Josef ibn Zaddik p. IX. 6) Wahrscheinlich in der Übersetzung von Jakob Anatoli. Steinsehneider, . Bibliotheea Mathematica 1898, 37. ף Siehe oben s. 245 Anm. 7. שבילי אמונה hi p* 82 a f.:...הלבות נדה תנו רבנן והזהרתם את בני ישראל וכו' stammt fast wörtlich aus Aseher b. Jechiels הלכות נדה בקצרה (gedruckt in den Talmudausgaben nach Traktat נדה un<l Ascher b. Jechiel RGA. Nr. 47). *) Jellinek, Josef ibn Zaddik p. IX; Brüll, Jahrbücher V, 80. •) שער השמים. Einen eingehenden Nachweis über den Teil, der über