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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 279

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 279)
Language
German
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228 ויחזק בא״ך1) שנים בישיבת אבותיו ונפטר בי״ז בתמוז שנת ק״ט אב חכם בן ישמח ותחתיו פרי צדיק עץ חיים יצמח יחסה ויתלונן בצל אלהי ישראל אשר בו בטח והאמין וינוח ויעמוד לגורלו לקץ הימין. Zur Charakteristik Jehuda b. Aschers. In einer Stunde ernsten Nachdenkens nahm einst Jehuda die Hagiographen zur Hand, sein Glück zu versuchen, welchen Vers er auf den ersten Griff finden würde, um diesen dann zum höchsten Gesetze seines Willens — und damit zum Leitstern seines Schicksals — zu machen, und er stiess auf das Bibelwort: ״Was dein Herz dir sagt, das tue, denn Gott ist mit dir2 ״). Das Bewusstsein, dass Gott mit ihm ist, wurde wirklich Jehudas Leitstern durch sein bewegtes Leben. Es prägte ihm jenen Lichtstrahl glücklicher Zufriedenheit auf, in der er sich bei den bescheidensten Lebens- Verhältnissen reich vorkam3) und es nicht für nötig fand, ״dem Gelde nachzujagen“ 4). Als der Tod ihm in den letzten Monaten seines Lebens seinen Liebliugssohn entriss, trug er den harten Schicksalsschlag mit stiller Ergebung5). In seiner Jugend, fern vom Elternhause, beschäftigte sich Jehuda mit den schwierigsten Problemen der Philosophie seiner Zeit. In diesen Jahren jugendlichen Wissensdranges warf er mit anderen Denkern — wozu er in Deutschland sicher nie gekommen wäre — die kühne Frage auf: ״Die Seele, die ewig, unabhängig vom nichtigen Körper, weit höheren Ursprunges als dieser ist, die kein Entstehn und kein Vergehen kennt, wozu ist sie in jene fre!nde Erde, den menschlichen Leib, verbannt? Ist es nicht Unrecht vom Weltenrichter, die reine, schuldlose Seele so zu quälen? ג) Nach Halberstam in 1885 בית תלמוד S. 379 unten, gegen Schechter a. a. 0. ף Jehudas Testament S. 343. ף Daselbst s. 342: גם עישר נתן לי האל ית' יותר מבן נילי במה שמטריפני ביר! כור לחם חקי שמח בחלקי. *) S. 372 Zeile 7. י) Siehe seine eigenen Trostesworte daselbst S. 343 Zeile 20 f.

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