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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 277

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 277)
Language
German
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226 noch zwei jüngere Söhne1). Seine Tochter Donna2 *) war 1349 noch unverheiratet. Jehuda sicherte seiner Tochter durch letztwillige Verfügung eine angemessene Mitgift zu und richtete an die Vollzieher seines letzten Willens die Bitte, sie standesgemäss — womöglich an einen Gelehrten aus seiner Familie — zu verheiraten ף. In der Erziehung seiner Kinder war Jehuda sehr mild und liebevoll. Er tat, wie er selbst bezeugt, für seine Kinder alles, was ein Vater nur tun kann. All sein Sinnen und Sorgen war auf ihre Erziehung gerichtet, er gewährte den Kindern alles, was sie zum Unterhalte brauchten, wählte für sie die besten Frauen aus seiner Verwandtschaft, die sie zur Beschäftigung mit der Thora anhielten, und stellte ihnen seine grosse Büchersammlung zur Verfügung. ״Wenn die Thora nur den sorglosen Empfängern des himmlischen Manna gegeben ward, ruft Jehuda seinen Söhnen zu, dann gehöret ihr vor allem zu diesen!“ 4) Seine Kinder zurechtzuweisen, meint der Vater, verstehe er nicht, weil er dies bei seinen Eltern nicht gelernt habe. Das müssten die Kinder an sich selbst besorgen5). Vor seinem Tode verfasste er noch für sie eine kleine Schrift in Form eines Testamentes, in der er sie an ihre Pflichten als Juden, zumal als Mil glieder einer so berühmten Familie, gemahnt. Diese Schrift sollten sie ihr ganzes Leben hindurch einmal des Monats mit Aufmerksamkeit lesen 6). Auch ordnete Jehuda vor seinem Ableben in seinem Testamente seine Vermögensverhältnisse, über die er stets besonders Buch führte7), und liess durch drei Sachverständige seine Bibliothek abschätzen8). In seiner letztwilligen Verfügung bestimmte Jehuda, dass jeder ף Nach Jehudas Testament S. 375 Zeile 20 Unterzeichneten daselbst S. 376 oben nur die ״grossen Söhne״ Salomo und Jechiel. Die beiden anderen waren also noch jung. Die Unterschrift Chajims scheint daselbst Zeile 4 ausgefallen zu sein. 2) Hebräisch דונה. Siehe Zunz, Gesammelte Schriften II, 45. ״) Jehudas Testament S. 377 Zeüe 1. 4) Daselbst S. 343 unten bis 344 Zeile 4. *) Daselbst S. 343 Zeile 25 f. 6) Daselbst Zeile 31—32. ף S. 376 Zeile 26. •) Daselbst Sie hatte einen Wert von 3000 Maravedi (= 2550 Mark).

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