Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 273)
- Language
- German
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m einem Entschlüsse. Wenn ihr jedoch meinetwegen diese grosse Schmach euch antun wollt, so entlasset mich doch und ich ziehe von dannen, obwohl ich davon überzeugt bin, dass, so oft ihr auch über mich böses Gerede hörtet und es in eurem Zorne selbst im Munde führtet, ihr es nicht ernst damit gemeint. Euch und die ganze Gemeinde rufe ich zu Zeugen an, dass ich vom Tage an, da ihr mich wähltet, meines Vaters Ehrensitz einzunehmen, vor Gericht kein Ansehen der Person gekannt. Möglich, dass ich einmal aus Versehen geirrt, ״denn ich bin unverständiger denn irgendwer und habe nicht die Einsicht eines Menschen6‘1 * *), aber sollte ich mit Wissen und Willen einem Menschen jemals Unrecht zugefügt haben, so möge es der Herr mir nicht verzeihen!462) Die Aufregungen, die ihm seine heimtückischen Gegner verursachten, zu deren Richter er Gott anrief, mochten wohl den Anlass dazu geboten haben, dass er im August 1341 nach Sevilla ziehen wollte8), wo er seinen Lieblingsschüler und Neffen Ascher b. Salomo hatte. Die Gemeinde ersuchte R. Jehuda, in Toledo zu bleiben, erneuerte den zehnjährigen Vertrag mit ihm und verdoppelte sein Gehalt, sodass dieses jetzt 3000 Maravedi (2550׳ Mark) jährlich betrug4). Auch richtete die Gemeinde ein Schreiben an ihn, sie sei bereit, ihm jedes Gehalt — wieviel er auch verlange — zu bewilligen5). Ausserdem setzte die Gemeinde Toledo seiner Frau und seinen Kindern im Falle des Ablebens ihres Ernährers eine zehnjährige Pension von 1000 Maravedi (850 Mark) jährlich aus, sofern sie in Toledo wohnen bleiben 6J, und jeder seiner Söhne sollte schon bei seinen Lebzeiten *) Sprüche Salomo 30, 2. Jehuda EGA. Nr. 54. Vgl. Grätz VII, 350—1: Weiss V4, 123-4. 8) Jehudas Testament S. 373 Zeüe 6—7; Gedalja ihn Jacbja, שלשלת הקבלה f* 58 a. Diese Tatsache bringt schon Cassel in der Einleitung zu Jehudas EGA. mit dem obigen Ereignis in Zusammenhang. ארבעים שנת hi Jehudas EGA. Nr. 54 ist natürlich nur als runde Zahl gemeint. Die amtliche Tätigkeit von E. Ascher und seinem Sohne Jehuda zusammengenommen betrug damals erst 36 Jahre. 4) Jehudas Testament S. 372 Zeüe 25—26 und S. 373 Zeile 7—8. *) Daselbst s. 373 Zeile 4-6: ואם היה רצוני ליקח מהם יותר שהיו נותנים כמו שמפורש בכתבם אשר בידי משנת ק״א ®) Daselbst S. 372 Zeüe 26—27.