Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 274)
- Language
- German
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223 ein Jahresstipendium von 100 (?) Maravedi erhalten, wenn sie in Toledo wohnen und sich mit Thorastudium befassen1). Wenige Monate vor seinem Tode richtete Jehuda sein Gebet zu Gott, er möge der ״heiligen Gemeinde‘4 all die Liebe vergelten, die sie an ihm geübt, indem sie allen seinen Wünschen stets mit rührender Opferwilligkeit nachgekommen sei2 3). Noch Ende November 1348 nahm sich Jehuda vor, von der Gemeinde, wenn er erst seine Schulden bezahlt haben würde, kein Gehalt mehr anzunehmen, nur das, was er für die Erziehung seiner Kinder brauche5 6). Da aber Jehüda mit seinem Gehalte — wenigstens in den früheren Jahren — nicht auskam, lieh er sich bei reichen Leuten Geld und beteiligte sich damit an den Geschäften einiger Kaufleute4). Der Verehrung und Achtung, der sich Jehuda in Toledo erfreute, gibt einer seiner Schüler Ausdruck in dem begeisterten Zuruf: ״Heil dem Geschlechte, in dem du weilst, heil deinen Schülern, die vor dir stehen dürfen, deine Weisheit zu vernehmen!“5) Jehuda b. Aschers Nachfolger im Eabbiner- und ßichteramte in Toledo wurden R. Jechiel, der Sohn des Märtyrers R. Abigedor, Josef b. Ascher 6 דימוניו) und Isak b. Abraham Maimon 7), die im Jahre 1358 ein gemeinsames Gutachten Unterzeichneten8). Jehuda b. Ascher und seine Familie* Jehuda b. Ascher zeigte stets grösste Teilnahme für seine Geschwister. Mit seinem Bruder Jakob stand er in brieflichem Verkehre9), erteilte mit ihm gemeinsame Gutachten10) und schrieb x) Daselbst Zeile 27—29 mit der Berichtigung von Schechter (Anm. 20). 2) Daselbst S. 375 Zeile 8f. 3) S. 376 Zeüe 6 ff. ף S. 372 Zeüe 20. 8) Jehudas R6rA. Nr. 56 am Ende der Anfrage. 6) Dieser erscheint in einem Gutachten desselben Kollegiums (Jehuda RGA. f. 42 b) als Wortführer. 7) Über ihn siehe weiter unten. s) Jehudas RGA. Nr. 82. , 9) Jehuda RGA. Nr. 57, höchstwahrscheinlich an Jakob gerichtet. 10) Daselbst f. 14 a und f. 23 b.