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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 235

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 235)
Language
German
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entschieden glücklicher getroffen. Die Vierteilung der Halachä, die durch Jakob b. Aschers Kodex eingeführt wurde, ist von ganz einschneidender Bedeutung geworden. Nicht nur weil Josef Karo diese Einteilung seinem Schulchan Aruch zu Grunde gelegt hat — denn auch Gegner des Schulchan Aruch, wie Mardochai Jaffe, haben die Einteilung der Turim beibehalten —, sondern weil dies nach dem allgemeinen Empfinden die zweckmässigste Teilung der Halacha überhaupt war, werden seit dem XVI. Jahrhundert alle Sammelwerke und Kechtsgutachten bis auf die Jetztzeit nach den vier Bänden der Turim eingeteilt. Wie durchgreifend diese Neuerung war, ersieht man daraus, dass man später auch den Mischne Thora in vier Bände einzwang1). Was die äussere Anlage, den Aufbau von Jakob b. Aschers Gesetzbuch betrifft, so wird der Halachastoff darin folgendermassen verteilt: Der erste Band, Orach Chajim2), von Jakob b. Ascher selbst in drei Abteilungen gegliedert3), enthält die Vorschriften zur Betätigung im täglichen Leben, am Sabbath und an den Fest״ und Fasttagen. In diesem Teile zeigt der Verfasser noch am meisten Spuren seiner deutschen Herkunft. Fast alle Gelehrten, die er in diesem Bande erwähnt, gehören der deutsch-französischen Schule an4). Als Quelle wird ihm hierbei gewiss zum grossen Teil das Kompendium seines Bruders und Lehrers Jechiel gedient haben, und aus diesem übernahm er mit dem halachischen Stoffe auch die agadischen und häufig auch kabbalistischen Elemente. Von den letzteren wissen wir genau, dass sie aus Jechiel b. Aschers Werke stammen5). Der zweite Teil, Jore Deah, soll hauptsächlich zur Belehrung über die Vorschriften fürs tägliche Leben dienen. Er enthält' die Speisegesetze und eine Reihe von Geboten, die unter dem gemeinsamen Gesichtspunkte ihres ethischen, auf die Heiligung Israels *) Nach A. Geiger in seiner ״Wissenschaftlichen Zeitschrift“ 1839 (Jhg. IV) S. 897 mit einem Fragezeichen! *) In Jakobs Grabschrift, אבני וקחץ P• 12 Zeile 1: •ארח ו ת חיים ף Nach Jakob b. Aschers Vorrede zu diesem Bande. Vgl. MS. 1864,253. 4) weiss,דור דור ודורשיו v, 4. Aufl., s. 116. *) Siehe oben S. 147 und Tur א1"ךן Nr. 113.

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