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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 225

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 225)
Language
German
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174 b. Ascher brauchte nur die Ergebnisse der Halachaforschung seines als rabbinische Autorität schon damals von Allisrael anerkannten und gefeierten Vaters in weiteste Kreise von Gelehrten und Laien zu verbreiten, und das konnte er am besten durch Anlage eines allgemeingültigen und allgemeinverständlichen Halachakompendiums. Waren schon die Ursachen zur Kodifizierung der Halacha durch Jakob b. Ascher tief begründet, so bot sich Jakob b. Ascher noch manche äussere Veranlassung, an die Riesenarbeit zu schreiten. Die für die Judenheit so ungünstigen Zeitverhältnisse erschwerten das viel Zeit erfordernde Talmudstudium ungemein, und nicht nur in den breitesten Volkskreisen, sondern auch bei ihren geistigen Führern, den Rabbinern und Richtern, grifi eine erschreckende Unkenntnis des Gesetzes Platz. Hatte schon Maimonides darin die Veranlassung zur Abfassung seines Mischne Thora gefunden1), so war dieser Umstand für Jakob b. Ascher vollends schwerwiegend genug, ihn zur Niederschrift seines Gesetzbuches zu veranlassen *). Äussere Anstösse — durch die Zeitumstände hervorgerufen' — scheinen dabei unmittelbar auf Jakob b. Ascher eingewirkt zu haben. Um der Zerklüftung ein Ende zu machen, welche sich in der halachischen Praxis durch die unzähligen, einander widersprechenden Ansichten gebildet hatte, fasste eine spanische Gemeinde nach der anderen den förmlichen Beschluss, den Mischne Thora des Maimonides, ungeachtet der unzähligen Berichtigungen, die er im Laufe der Jahre erfahren hatte, zum Normalkodex für ihren Gerichtshof zu erheben3). Dieser Bequemlichkeitsrücksichten ף siehe Einleitung zum Mischne Thora: ובזמן הזה תקפו הצרות יתירות ודחהה השעה את הכל ואבדה חכמת חכמינו ובינת נבונינו נסתרה. לפיכך אותם הפירושים וההלכות והתשובות שחברו הגאונים וראו שהס דברים מבוארים נתקשו בימינו ואין מבין עניניהם כראוי Vgi. ms. 1864, 215; Carlebach-Festschrift, Berlin 1910, S. 211. *) Jakob b. Aschers Einleitung; zu Orach Chajim: ויען כי ארכו לנו הימים בגלותינו ותשש כחינו, ושמם לבנו, ורפו ידינו, וכהו עינינו ונסתמו מעיינות חכמתינו. ונשתבשו הסברות, יגדלו המחלוקת, ורבו הרעות, ולא נשארה הלכה פסוקה שאין בה דעות שונות על כן העירוני רעיוני •. Siehe C&rlebach-Festschrift a. a. 0. ף Siehe darüber Weiss, דור דור ודורשיו V, 4. Auf!., S. 141. Charakteristicch dafür ist ein Ausspruch Simeon Darans in seinen EGA. I Nr. 84: וכל מה שכתבתי לך הוא שדעת הרמב׳ם זיל הוא זה ושיש לדין כן Also auch •במקומות המתנהגין על פי ספריו יהיה חולק עליו או לא יהיה

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