Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 211)
- Language
- German
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160 lesen gab1). Er ist vermutlich identisch mit dem Freunde Profiat Daraus (Ephodi), an den sich Benveniste in Gemeinschaft mit einem Verwandten mit der Bitte wandte, ihm ein Gedicht des Abraham ibn Esra, welches an einem Gemeindefasttage in Barcelona rezitiert wurde, zu erläutern2), und ist vielleicht auch derselbe, der ein medizinisches Werk des Maimonides über Brustkrankheiten aus dem Arabischen ins Hebräische übersetzte3). Ephodi überlebte ihn und erwähnt ihn als einen hervorragenden Grammatiker4). III. Jakob b. Ascher. Jakob b. Ascher, genannt ״Baal ha-Turim5״), wurde gegen 12696) in Deutschland (Köln?)7) geboren. Er besuchte von Jugend an das Lehrhaus seines Vaters, wo er in die dialektische Methode der deutsch-französischen Tossafistenschule eingeführt wurde8). In seiner deutschen Heimat machte er sich mit dem synagogalen Ritus des Landes vertraut9) und hatte Gelegenheit, nach dem an einem Sabbath vor dem Neujahrsfeste erfolgten Ableben eines kleinen ף Isak b. Sches eheth RGA. Nr. 301. а) Elieser Aschkenasi, יטעם ■זקנים .Frankfurt a. M. 1854 p. 78a. Dort ist zwar bloss von zwei Angehörigen der Familie Benveniste die Rede, doch liegt die Identität des einen mit Samuel B. wegen der Worte האצילי□ מגדולי י הארץ וממירחסיה wegen dessen Wohnort Barcelona sowie der Tatsache wegen, dass Samuel Zeitgenosse von Ephodi war; sehr nahe. s) Nepi-Ghirondi p. 330 Nr. 37 5 Benjacob, Thesaurus 288 ס; Hebr. Übersetzungen S. 466. 4) In seinem י מעשה אפוך Anfang von Abschnitt 32: אמר המדקדק המעולה ר' שמואל בן בנשת ז" ל כי שמע מן הראשונים ..., siehe Goldenthal, Katalog Wien III. cod. 37. — Nach Nepi-Ghirondi a. a. 0. hat Samuel viele grammatische Schriften hinterlassen. 1 5) Über seinen Beinamen ״ha-Nasir“ siehe weiter. б) Sein nächstjüngerer Bruder Jehuda ist 1270 geboren. Vgl. Jahrbuch XII, 244 Anm. 5. 5) Siehe Jahrbuch a. a. 0. / 8) Einen Bericht darüber, in welcher Weise unterrichtet und gelernt wurde, besitzen wir nur von Jehuda 1b. Ascher in seinem Testamente S. 342. Doch haben die anderen Söhne R. Aschers sicherlich dasselbe Lehrhaus besucht, wo man Talmudtraktate בפושיא ותשובה (Zeile 19) lernte. 9) Die in Orach Chajim beschriebenen deutschen Bräuche stammen nicht alle aus Ascher b. Jechiels Werken. Auch bringt Jakob häufig Lesarten aus den סדורי אשכנן z* B. Orach Chajim Nr. 46; vgl. Nr. 51.