Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 212)
- Language
- German
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161 Bruders die Trauerbräuclie seines Vaters zu beobachten1). Gegen 1303 flüchtete er mit seinem Vater aus Deutschland und kam über Savoyen und die Provence nach Barcelona, wo er die Verbandlungen in einer Ritualfrage zwischen Salomo b. Adereth und seinem Vater R. Ascher verfolgte2). Als sein Vater dann Anfang 1305 nach Toledo ging, um dort das Rabbineramt zu übernehmen, scheint Jakob noch einige Zeit in Barcelona geblieben zu sein3). Er Hess sich darauf bei seinem ältesten Bruder Jechiel nieder4), wohnte in dessen Hause5) und erhielt von dem Bruder, der das Amt eines Rabbiners bekleidete, den gesamten Unterhalt6), da er es zu einer selbständigen Lebensexistenz nicht bringen konnte. Während dieser Zeit war Jakob Schüler seines gelehrten Bruders7), wandte sich aber zuweilen an seinen Vater mit schriftlichen Anfragen8). Nach dem Tode des Bruders zog er zu seinem Vater ף Tur יו״ר Nr. 341 [= Ascher b. Jechiel RGA. Nr. 271]. Ygl. Jahrbuch XII, 264 Anm. 2 und 306 Anm. 2. ף Ascher kga. Nr. 2016: בהיותנו בברצילונה אירע... וכתב הרשב״א עוד ל א" א נר״ו. Nach unserer Vermutung Jahrbuch XII, 306, wonach Jakob der Sammler der RGA. seines Vaters ist, muss dieser Bericht von ihm stammen. ף Tur או״ח Nr. 458: ואני ראיתי בברצלונה מהמדקדקין שהיו אופין כל מה שצריבין מקודם המועד. Ascher b. Jechiel war zur Zeit des Sukkoth-Festes in Barcelona (siehe Jahrbuch XII, 251 Anm. 6), während die genannte Beobachtung Jakobs vor dem Pessachfeste gemacht wurde. Jakob b. Ascher blieb also länger als ein halbes Jahr in Barcelona. 4) Siebe unten Anm. 7. 6) In einer Anfrage Jakobs an seinen Vater, Aseher RGA. Nr. 214, werden wir mit den Wohnverhältnissen Jechiels und Jakobs genau bekannt gemacht: Angrenzend an den zu Jechiels Haus gehörigen Hof hatte ein R. Menachem sein Haus und seinen Hof, und die beiden Nachbargehöfte waren durch eine kleine Tür verbunden. An der anderen Seite befand sich das Grundstück eine8 Nichtjuden. Zwischen dem Hofe R. Jechiels und dem des Nichtjuden stand ein gemeinsamer Brunnen. «) Ascher rga. Nr. 214; וכיון שאני ואחי בתפושה אחת ואני אוכל על שולחנו י) Daselbst:..ועוד תיפוק לי' מטעם תלמיד לפני רבן. wer dies« Bruder und Lehrer ist, wird in dem Gutachten nicht gesagt. Naeh unserem Dafürhalten kann dies nur Jechiel sein, da ein jüngerer Bruder als Lehrer Jakobs doch nicht in Frage kommt, während der nächstältere Salomo nicht so gelehrt war, dass er hätte Lehrer des Baal ha-Turim sein können (Jakob war damals mindestens 35 Jahre alt, da das Gutachten in Spanien geschrieben ist). 8) Ascher RGA. Nr. 214, 883; vgl. Tur או״ךן Nr. 242 und Nr. 207. Jahrbuch:.!. L. G. XIII. U