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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 197

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 197)
Language
German
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146 seines Amtssitzes in Meinungsverschiedenheit geraten war1). Ob־ wohl noch jung, erfreute sich Jechiel solchen Ansehens, dass man an ihn, wie an seinen Vater, von auswärts rituelle Anfragen richtete 2). Jechiel war nicht mit Glücksgütern gesegnet. Als er seine Tochter mit seinem Bruder verheiratete, konnte er ihr weder Mitgift noch Aussteuer geben, ja nicht einmal die Kosten des Hochzeitsfestes konnte er ganz bestreiten3). Im blühendsten Mannesalter wurde Jechiel bei Lebzeiten des greisen Vaters vor 1314 4) vom Tode hinweggeraflt, ohne einen Sohn zu hinterlassen5), und auch seine Tochter — vielleicht sein einziges Kind — starb jung 6). Er fand seine letzte Ruhestätte in Toledo, in der Familiengruft, die Ascher b. Jechiel damals schon errichtet hatte7). Jechiel b. Ascher wurzelte mit seinem ganzen Denken und Empfinden in seiner deutschen Heimat am Rhein. Mit Vorliebe greift er auf die Aussprüche und Entscheidungen deutscher Gelehrter zurück8). Mit Unmut sah er auf das Wesen der spanischen Juden, A) Ascher EGA. Nr. I6. s) tm• או״ח Nr. 673:...שאלו לאחי הר, יחיאל. . תשובה. JecWei selbst erwähnt in einer Anfrage an den Vater (Ascher RGA. Nr. 99 6) eines seiner Gutachten. ף jehudas Testament s. 372:'וכשנשאתי שתי בנות הרי יחיאל והר שלמה זצ״ל לא נתנו לי עמהם כשיעור ההוצאה של הבגדים והחופות. *) VgL Jahrbuch XII, 265 Anm. 1. — Die Urkunde, aus der wir das folgern, ist im Marcheschwan 5075, also noch 1314, (nicht 1315, wie im Jahrbuche a. a. 0.) ausgestellt. 6) Vgl. unten S. 147 Anm. 4. 6) Ihr Mann hat nach der Grabschrift seiner zweiten Frau (אבני זכרון Nr. 3) mit dieser längere Zeit zusammen gelebt, sodass für die erste Ehe nur ein kleinerer Zeitraum in Betracht kommt. 7) Geht aus אבני זכרון P• 12 Zeile 7—8 hervor. Siehe Luzzatto’s Anmerkung daselbst und p. 13 Anm. 5. Vgl. Jahrbuch XII S. 266 Anm. 1. — Sonderbar ist es, dass der Abschreiber der in אבני זכרןן abgedruckten Grab- Schriften von Toledo die Inschrift von Jechiels Grabstein nicht kopierte. Ebenso fehlt die Grabschrift des Salomo b. Ascher, was um so auffälliger ist, als die Grabschrift seiner Frau in der Sammlung enthalten ist. Vielleicht waren diese Inschriften zur Zeit, als sie kopiert wurden (nach 1385), nicht mehr leserlich, oder — wie auch aus manchen anderen Inschriften in אבני ־זב רון hervorgeht — dem nicht sonderlich tüchtigen Hebraisten unverständlich. 8) Besonders häufig Elieser b. Joel ha-Levi, öfter auch Elieser b. Nathan, . Samuel b. Natronai, Isak b. Ascher ha-Levi u. a. Jechiel kennt und benutzt

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