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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 196

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 196)
Language
German
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geboren1). Er war, gleich den anderen Söhnen R. Aschers, Schüler seines Vaters, mit dem er wohl zusammen nach Spanien kam. Er beobachtete die rituellen Bräuche in seinem Vaterhause2) und eignete sich ein staunenswertes Wissen an3). Mit seinem Vater verhandelte er öfter in halachischen Fragen4), wobei R. Ascher — nach Jechiels eigener Aussage — seinen Worten vollen Beifall zollte 5) und einmal sogar seine Meinung vor der seines Sohnes zurückzog 6). Ja, die Sage erzählt, dass R. Ascher sich jedesmal, wenn sein Sohn Jechiel die Synagoge betrat, von seinem Sitze erhob, indem er erklärte, sein Erstgeborener sei ihm an Thorakenntnis überlegen7). Jechiel hielt sich einige Zeit ausserhalb Toledos auf und korrespondierte während dessen mit seinem Vater8). Zwar fürchtete auch er, R. Ascher mit seinen Fragen zur Last zu fallen9), aber er entschuldigte sich damit, dass es ihm besonders grosse Freude mache, an den Vater schreiben zu dürfen, und mit der Belehrung hole er zugleich den väterlichen Segen10). Selbstverständlich stützte sich Jechiel in seiner halachischen Praxis auf die Entscheidung Ascher b. Jechiels, und als einmal ein praktischer Fall vor ihn kam, wo er dieselbe nicht kannte, bat er den Vater um ausführlichen Bescheid11). Jechiel war Rabbiner12) und musste sich einmal an den Vater wenden, weil er mit Leuten x) Siehe Jahrbuch XII, 244 Anm. 5. 2) In einer Anfrage an den Vater in Aschers EGA. Nr. 2013 bemerkt er: ולא ראיתי בביתך חושש לזה• s) Menachem b. Serach, צידה לדרך» Einleitung p. 16 a: ה״ר יחיאל גדול בתורה• 4) Siehe unten Anm. 8 und S. 148 Anm. 12. 5) Tur □אורח חיו Nr. 118 [= אבודרהם ©d. Warschau 1877 p. 20a]: ונשאתי ונתתי בדבר לפני א״א (ז״ל) נר״ו וקבל דברי. Ähnlich das. Nr. 200. 6) Daselbst Nr. 208. 7) Jakob Gavison im Anhänge zu Abraham Gavisons Mischle-Kommentare עומר השכחה f• 137 d:והרא״ש ז״ל היו לו ד‘(!) בנים, האחד רבי׳ יחיאל ואמרו כי היה הרא״ש ז״ל עומד מפניו כשיכנס לב״ה כי היה אומר אביו שהוא יותר חכם ממנו. Siehe dazu Tur יו״ר Nr. 240. Vgl. Kaufmann in MS. 1896, 186. 8) Ascher RGA. Nr. I2,6; 15»; 20«-«; 94*; 99»; 102*. 9) Daselbst Nr. 20“: ואל יהיו דברי עליך לטורח. *•) Daseihst zu Beginn:ורב ברכות מברכותיך ברכני מתורתך למדני. u) Daselbst Nr. 201e. 12) Diesen Titel erhält er auch stets in Jehuda b. Aschers Testament, in Tur ״ או״חnd in אבני זכרון. Jahrb. J, L, 6. XÜL 10

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