Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
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115 M. 50.— erhalten hat und nun bei der Verteilung des Legats del Prado bedacht wird, soll sie sich bis nach Tisabeab gedulden; man werde ihr dann für die Zeit bis Rossanä geben, und von da ab geht es den neuen Vorstand an. 28. 8. M. Der sich in Altona aufhaltende Moseh Sacuto bittet um die Erlaubnis, in diese Stadt zu kommen. Sie wird ihm denn auch gewährt; er wird jedoch gewarnt, dass man sich nicht um seine Freilassung bemühen werde, falls er verhaftet werden sollte. Auf Bitten des Jogen (Jochen) Ankelmann, eines Insassen des Altenhauses, bewilligt man ihm eine Pension (manda) von M. 40.— jährlich. Er ist hierfür sehr dankbar und bemerkt dem David Senior, der sich für ihn verwandt hat, dies gehe durch die Hände des Senats und werde in einem Buche verzeichnet. Jeosua bar Moseh aus Gelustat, sein Sohn Moseh und Samuel bar Jeosua haben mit den Mitgliedern der dortigen Synagoge viele Streitigkeiten gehabt. Sie werden zur Abbitte und zu Geldbussen verurteilt. Über gewisse Differenzen wegen 4 Pfund (?) Silber soll nach dem Din Tora entschieden werden. Die Vorsteher der hiesigen deutschen Juden liefern das von den Ghachamim ihnen erteilte Schriftstück aus, wobei sie erklären, es sei ihr Wunsch, in gutem Einvernehmen mit uns zu bleiben. Bei dieser Gelegenheit beschwert man sich nachdrücklich bei Omen über die von ihren jungen Leuten in dieser Strasse begangenen Buhestörungen; sie sollten doch suchen, dieselben fortzuschaffen. Als sodann die Herren H. H. erscheinen, stellt man ihnen vor, wieviel Verdruss und Mühe es den Vorstand gekostet hat, jenes Dokument zurückzuerhalten. Sie sollen in Zukunft kein Schriftstück ohne die Unterschrift des Mahamad aus Händen geben. Sie ver־ sprechen, sich hiernach zu richten. 11. Ab. Jacob Oef (Oheb) klagt, dass sein Bruder Salamio einen von ihm ausgestellten Schuldschein über 500 Rt. verkauft hat. Er habe sich bereits an den präsidierenden Bürgermeister gewandt, doch