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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 155

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 155)
Language
German
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17. Adar (Übersetzung.) Nachdem der Vorstand in Erfahrung gebracht, dass sich einige Angehörige der hier wohnenden 24 Familien deutscher Juden ■׳um das Amt als beeidigte Makler bewerben, hatten zwei Vorstandsmitgiioder eine Unterredung mit den deutschen Parnassim und machten diese darauf aufmerksam, dass wir hierin eine Benachteiligung derjenigen unserer Mitglieder erblicken, welche jenes Amt ausüben. Sie trugen ihnen auf, sich dieserhalb bei Wolf Bamer, Juda und anderen zu erkundigen und diese von ihrem Vorhaben abzubxingen. Am 6. Adar erstatteten nun die beiden Barnafsshn Samuel bar Efraim und Elieser bar Mayer in ihrem und ihrer Adjunkten Namen die Antwort, dass sie ihre vielen Verpflichtungen gegenüber unserer Gemeinde und die von dieser ihnen gewährten Vergünstigungen anerkennen, da sie dem Wohlwollen derselben das Aufenthaltsrecht und das Gute, dessen sie sich in dieser Stadt erfreuen, zu danken haben. Es sei ihr einziges Bestreben, uns Gehorsam zu leisten (obedecer-nos) und keiner ihrer Balabatim würde etwas gegen unseren Wunsch unternehmen. Sie haben nun mit den Obengenannten Rücksprache genommen, welche erklärten, sie seien von christlichen Kaufleuten auf jenes Gewerbe hingewiesen worden, und diese hätten ihnen auch ihre Fürsprache zugesagt. Jedoch, da dies nun unserem Willen zuwiderläuft, haben sie ihnen gelobt, und sie, die deutschen Parnassim, versichern uns, dass sie von ihrem Vorhaben vollständig absehen wollen und jenes Amt weder annehmen noch sich um es bewerben werden. Falls sie, die Parnassim, Gegenteiliges erfahren sollten, würden sie alle uns gutdünkenden strengen Massregeln ergreifen, um jene zum unweigerlichen Gehorsam uns gegenüber zu zwingen. Da indes jene Leute zu ihrem Erwerb hier und da an der Börse Geschäfte machen müssen, bitten sie ergebenst (com humildade), ihnen zu gestatten, sich nach wie vor durch Maklergeschäfte, ohne Schaden Dritter, ihren Unterhalt zu verdienen und sie hieran nicht zu hindern. Hierauf entgeguete der Vorstand zustimmend, es solle ihnen solches nicht verübelt werden. (Referat.) Ribi Palache überreicht ein Schreiben des Abraham David a Cohen de Lara, in welchem dieser darum ersucht, ihm gegen

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